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Erstes Geld aus Schweizer Bankenvergleich ausbezahlt

Die jüdische Hilfsorganisation Claims Conference hat erste Auszahlungen aus dem Schweizer Bankenvergleich vorgenommen. Wie die Organisation am Donnerstag (02.08.) in New York bekannt gab, erhielten KZ-Insassen, die Zwangsarbeit leisten mussten, je 1'000 Dollar ausbezahlt.

Der New Yorker Richter Edward Korman hatte kürzlich eine erste Tranche von rund 40 Mio. Dollar für diese Auszahlungen freigegeben. Gemäss der Anweisung des Gerichts sollen in einer ersten Phase rund 35’000 Menschen in 36 verschiedenen Ländern Geld erhalten, die meisten davon in Osteuropa und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Die nun begünstigten ehemaligen Zwangsarbeiter erhalten auch Geld aus dem deutschen Zwangsarbeiterfonds. Die Auszahlung der ersten Gelder erfolgte fast drei Jahre nach dem Abschluss des Vergleichs zwischen Schweizer Grossbanken und jüdischen Klägern.

Am 12. August 1998 einigten sich die Vergleichsparteien darauf, dass die Banken insgesamt 1,25 Mrd. Dollar bezahlen müssen. Allein 800 Mio. Dollar davon sind für die Inhaber von nachrichtenlosen Konten bei Schweizer Banken respektive für deren Erben bestimmt.

Die Auszahlung wurde möglich, nachdem das Bundesberufungs-Gericht in Manhattan letzte Woche die letzte hängige Beschwerde gegen den Verteilplan abgewiesen hatte. Die Beschwerde war von einem jüdischen Holocaust-Überlebenden eingereicht worden, der die Claims Conference kritisiert hatte.

Mit dem Entscheid des Gerichts sind nun alle juristischen Hürden gegen den Bankenvergleich aus dem Weg geräumt, sagte der Chefanwalt der Kläger auf Anfrage.

swissinfo und Agenturen

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