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Fussball: Favoriten-Sieg für Servette

Die Genfer - hier Bratic (r) im Duell mit Gil - dominierten den Cup-Final während der ganzen Partie. Keystone

Erstmals seit 17 Jahren ist Servette wieder Schweizer Cupsieger. Die Genfer setzten sich im 76. Cupfinal gegen NLA-Absteiger Yverdon wie erwartet und sicher mit 3:0 durch. Servette war so stark, dass bei den 20'000 Zuschauenden kaum Spannung aufkam.

Servette bestimmte den Final von Beginn weg: Die Genfer übernahmen das Spieldiktat, drängten den deutlich unterlegenen Widersacher Yverdon in die Defensive und gingen frühzeitig in Führung.

In seinem Abschiedsspiel flankte der Bulgare Martin Petrov genau auf den Kopf des heranstürmenden Lonfat, der in der elften Minute aus elf Metern traf. Das 2:0 markierte Petrov dann selbst. Damit war der Match vorentschieden. Servette hätte bereits vor der Pause alles klar machen müssen; Obradovic vergab dann aber freistehend kläglich.

Umstellungen in der Pause

In der zweiten Halbzeit versuchte Yverdons Trainer Philippe Perret, den Umschwung mit zwei neuen Stürmern und zahlreichen Umstellungen zu einzuleiten. Der Franzose Gohouri und Bamba von der Elfenbeinküste griffen nun für die Waadtländer an, konnten aber keine Resultatänderung bewirken.

Statt einem 2:1, das der Partie neue Spannung verliehen hätte, fiel das entscheidende 3:0. Wieder war Petrov der Vorbereiter, Alex Frei der Vollstrecker.

Fragwürdige Schiedsrichter-Entscheide

Zwei Schiedsrichter-Entscheide, die gegen Yverdon gefällt wurden, hätten der Partie etwas Würze geben können. Als Loïc Favre in der 20. Minute den vermeintlichen 1:1-Ausgleich markiert hatte, annullierte Schiedrichter Nobs den Treffer auf Intervention des Linienrichters wegen angeblicher Abseitsposition. Auch TV- Wiederholungen konnten keinen eindeutigen Aufschluss liefern. Der Entscheid war deshalb höchst fragwürdig, wie auch die Intervention von Miéville (67.), als Yverdon vehement einen Penalty wegen Handspiel im Strafraum forderte.

Sieg erstmals seit langem

Die letzten drei Cupfinals hatte Servette gegen Sion 1986 (1:3), die Young Boys 1987 (2:4 nach Verlängerung) und nochmals gegen Sion 1996 (2:3 nach 2:0-Führung) verloren. Mit dem heutigen Sieg haben sich die Genfer für die erste Runde im UEFA-Cup qualifiziert.

swissinfo und Agenturen

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