Fussball-NLA:St. Gallen setzt sich ab
Meister St. Gallen setzte sich gegen Sion nach einem 0:1-Rückstand sicher mit 4:1 durch, während sich seine Verfolger Grasshoppers und Lugano im Hardturm 1:1 trennten. Damit führt der Titel-Verteidiger vier Spiele vor Saisonschluss mit drei Punkten vor GC und fünf vor Lugano.
Basel ist mit dem 2:1 gegen Zürich als Vierter bis auf einen Punkt zu Lugano aufgerückt und kann wieder mit einem UEFA-Platz spekulieren, zumal es am kommenden Sonntag im Tessin zum Direktkampf zwischen Lugano und dem FCB kommt. Im Léman-Derby bezwang Cupfinalist Servette den Konkurrenten aus Lausanne mit 3:1. Der FCZ, Lausanne und Sion sind im Kampf um Europacup-Plätze wohl endgültig distanziert.
St. Gallen – Sion
Der FC St. Gallen rückt dem dritten Meistertitel seiner Vereinsgeschichte näher. Der Meister besiegte im fünftletzten Finalrunden-Spiel Sion zu Hause deutlich mit 4:1 besiegt und baute den Vorsprung an der Spitze auf drei Punkte aus. Doch brauchte es erst ein 0:1 der Walliser, um die Ostschweizer zu wecken.
Nach einer Viertelstunde lag der Meister vor 11’300 Zuschauern im erneut ausverkauften Espenmoos mit 0:1 zurück. Nach einem Steilpass von Hottiger reüssierte Baubonne. St. Gallen war geschockt. N’Futi vergab allein vor Stiel sogar das 0:2. Der Meister legte aber zu. Innert zehn Minuten drehten Gane nach einem Fehler Djurisic‘, Zellweger und Guido je mit einem Kopfstoss nach Cornerflanken von Dal Santo das Spiel um. Der eingewechselte Contini sorgte in der schwächeren zweiten Halbzeit auf ideales Zuspiel von Berger für das 4:1.
GC – Lugano
In einer kampfbetonten aber spielerisch wenig hochstehenden Begegnung trennten sich die Grasshoppers und Lugano vor 7’600 Zuschauern im Hardturm 1:1 unentschieden. Luganos Führung durch Ludovic Magnin (55.) entsprach zu diesem Zeitpunkt dem Spielverlauf. GC’s Reaktion wurde mit dem Ausgleich durch Cabanas (76.) belohnt.
Meisterlich spielten weder die Zürcher noch die Tessiner auf. Lugano trug jedoch die Hauptschuld an einigen unschönen Szenen, die von Schiedsrichter Schluchter mit insgesamt acht Gelben Karten (fünf für Lugano) bestrafte. Der Referee hätte auch härter durchgreifen können. Einige Luganesi, wie Rota oder Biaggi, konnten sich in Sachen krasse Unsportlichkeiten sehr viel erlauben.
Basel – Zürich
Der FC Basel ist nach dem 2:1 über Erzrivale Zürich weiter im Rennen um einen UEFA-Cup-Platz. Damit ist Basel in seiner neuen Fussball-Arena weiter ungeschlagen. Drei Siege stehen zwei Remis gegenüber. Der FCB überraschte den FCZ mit einem Blitzstart. Die Zürcher wussten noch nicht, wo sie waren, da lagen sie bereits 0:1 zurück. Kreuzer verlängerte mit dem Kopf, der schwache Tum verfehlte, nicht aber der hartnäckig nachsetzende Huggel, der via zwei FCZ-Abwehrspieler in die Ecke traf. Basel stürmte weiter, und Marco Pascolo musste vor allem gegen Kopfbälle und Scharfschüsse von Hakan Yakin sein ganzes Können aufbieten.
Nach seinem zweiten groben Foul musste der ungenügende FCZ-Brasilianer Renato vom Platz. Als Hakan Yakin nach einem Musterpass von Huggel sein 14. Saisontor erzielt hatte, schienen die Punkte verteilt. Der FCZ zeigte aber zu zehnt eine bemerkenswerte Reaktion. Nach einer Flanke Jeannerets verkürzte Chihab musste, zum 2:1.
Servette – Lausanne
Servette hat dank zwei Toren Freis (15./70.) und einem Treffer Petrovs (74.) Lausanne 3:1 besiegt und erstmals in dieser Saison das Léman-Derby gewonnen. Für die Waadtländer war Baudry kurz vor der Pause für den zwischenzeitlichen Ausgleich besorgt (42.).
Frei und Petrov führten zwischen der 70. und 74. Minute mit ihren Toren innert 240 Sekunden die Entscheidung im Derby herbei und belohnten damit die Leistungssteigerung der Genfer nach der Pause. Frei, der zuvor schon die 1:0-Führung erzielt hatte, traf mit einem Lob aus 20 Metern. Es waren die ersten Meisterschaftstore des Internationalen seit zwei Monaten. Petrov war nach einem Solo aus 25 Metern erfolgreich. Lausanne bezog die fünfte Niederlage de suite.
swissinfo und Agenturen
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