Mireille Donders und Samuele Dazio waren die Highlights
Für den Höhepunkt an den Schweizer Einkampf-Meisterschaften der Leichtathleten in Genf sorgte Mireille Donders (ST Bern). Die Bernerin senkte ihren eigenen Schweizer Rekord über 100 m um vier Hunderstel auf 11,34 Sekunden und gewann auch über 200 m. Samuele Dazio (Virtus Locarno) verbesserte den Hammerrekord auf 73 Meter und 89 Zentimeter.
Dazu gab es bei guten Bedingungen insgesamt elf Schweizer Saison-Bestleistungen und elf erfolgreiche Titelverteidiger.
Donders über 100 und 200
Nach 1996 und 1999 wurde Mireille Donders zum dritten Mal Doppelmeisterin über 100 und 200 m. Bei einem Rückenwind von 0,8 m/s verbesserte sie im Final ihren Schweizer Rekord von 1999 um vier Hunderstel auf 11,34 Sekunden.
Dabei siegte sie mit dem «Rekordvorsprung» von 53 Hunderstel auf Nadia Riesen (LC Zürich). «Ich habe im Vorlauf gespürt, dass noch mehr drin liegt», sagte Donders, die bedauerte, dass es keinen Halbfinal gab.
Am Sonntag schaute im 200-m-Vorlauf bei gerade noch zulässigem Rückenwind eine Schweizer Saisonbestleistung von 23,08 Sekunden heraus. Im Final – bei etwas weniger Windunterstützung – erzielte sie 23,24.
Drittbeste Zeit für Dubois
Daniel Dubois (LC Zürich) verteidigte seinen Titel über 100 m in der ausgezeichenten Zeit von 10,30 Sekunden, der drittbesten Zeit eines Schweizers überhaupt.
Bis jetzt sind nur Rekordhalter Dave Dollé (10,16) und Kevin Widmer (10,24) schneller gelaufen. Widmer, der für SM-Organisator Stade Genève startet, gab mit dem Gewinn der Silbermedaille über 200 m (21,18) nach einer langen Verletzungspause ein erfolgreiches Comeback.
Bucher und Brägger schnell
Einen Tempotest unternahm André Bucher, der im 200-m-Vorlauf in der persönlichen Bestzeit von 22,18 Sechster wurde. «Ich wollte in Genf wegen meines gedrängten Wettkampfprogramms nicht über 800 m starten», sagte der Luzerner, der am Freitag in Rom in 1:44,01 Jahres-Weltbestzeit erzielt hatte. Am Mittwoch läuft er in Lausanne und zwei Tage danach in der Golden League in Paris wieder über zwei Bahnrunden.
Anita Brägger, die über 800 m an den WM teilnimmt, startete nur über 400 m. Die erfolgreiche Titelverteidigerin wurde in der Schweizer Saisonbestzeit von 53,26 gestoppt. So schnell ist die STB-Läuferin vorher noch nie gelaufen. Zwei Tage nach dem Erfüllen der WM-Limite über 1500 m in Rom kam Sabine Fischer (LC Rapperswil-Jona) über 800 m in 2:09,62 zu einem sicheren Sieg.
Auch Weyermann siegte
«Der Sieg war mein Ziel», sagte Anita Weyermann, die sich über 1500 m in 4:23,46 durchsetzte, nachdem sie 200 m vor dem Ziel an die Spitze gegangen war. «Jetzt mache ich eine Woche Pause», sagte die Bernerin, die vorläufig keine Wettkämpfe mehr bestreitet und auf die WM verzichtet.
swissinfo und Agenturen
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