Prävention gegen Soft-Air-Guns
Soft-Air-Guns sind Spielzeugwaffen, die per Luftdruck Farbkügelchen verschiessen. Die Imitate sehen ihren echten Vorbildern täuschend ähnlich. Eine Präventions-Kampagne soll auf die Verwechslungsgefahr hinweisen und den sachgerechten Umgang fördern.
Unter dem Motto «Soft-Air-Gun oder echte Waffe» finden sich auf der Homepage der Kampagne mehrere Vorfälle aus dem Ausland, wo Träger der Spielzeug-Waffen von Polizisten erschossen wurden, die sie mich echten verwechselten. Im Kanton Thurgau wurden die «Spielzeuge» aber auch schon bei Raubüberfällen verwendet, wie die Thurgauer Kantonspolizei am Donnerstag (31.05.) mitteilte.
Mittelpunkt der Kampagne bildet eine Homepage, wo Betroffenen Eltern und Jugendlichen Verhaltens- und Vorgehensweisen im Problemfeld aufgezeigt werden. Jugendliche werden aufgefordert, die Waffen nicht in die Schule zu nehmen oder überhaupt auf diese Sorte Spielzeug zu verzichten. Eltern werden dazu angehalten, ihrem Nachwuchs keine solchen Imitate zu kaufen und Händler werden aufgerufen, freiwillig auf den Verkauf zu verzichten, oder sie wenigstens erst an Käufer über 18 Jahren abzugeben.
Ein Merkblatt zum Umgang mit Soft-Air-Waffen steht ausserdem auf albanisch, türkisch, serbokroatisch und portugiesisch zur Verfügung.
Kampagne breit abgestützt
Die Kampagne wurde von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe in den letzten Monaten erarbeitet. In dieser Gruppe vertreten waren Bund und Polizei, die Schweizerische Verbrechensprävention, die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU), der Dachverband Lehrerinnen- und Lehrer Schweiz (LCH), das Konsumentenforum (kf), Vertreter des Waffenfachhandels und weitere Organisationen.
swissinfo und Agenturen
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