Sauber gibt Gas
Sauber-Petronas enthüllte am Freitag sein neues Auto, den C21. In ihm werden Nick Heidfeld und Felipe Massa an der Formel-1-WM zur Verteidigung des 4. Platzes antreten.
«Wir wissen, dass wir uns damit ein sehr hohes Ziel gesetzt haben», sagte Teamchef Peter Sauber (59) anlässlich der Präsentation des Wagens vor rund 600 Gästen in Dübendorf bei Zürich. «Aber wir sind bereit, die Herausforderung im zehnten Jahr unserer Formel-1-Präsenz zu akzeptieren.» Die WM beginnt am 3. März in Australien.
Äusserlich kaum Unterschiede
Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Wagen kaum vom Vorjahrsmodell. Lackierung und Dekoration des Wagens sind identisch mit jener des C20. Äussere Merkmale des neuen Autos sind der dreieckige (bisher kreisförmige) Lufteinlass über dem Cockpit und die höheren Seitenkästen.
Wiewohl es sich beim C21 um eine Weiterentwicklung des überaus erfolgreichen C20 handelt, ist er eine komplette Neukonstruktion. «Rund 80 Prozent aller Bestandteile sind neu», erläuterte der Technische Direktor Willy Rampf.
«Das Hauptaugenmerk legten wir auf die Verbesserung der aerodynamischen Effizienz, die Gewichtsreduktion, die Tieferlegung des Schwerpunkts, die Verwindungs-Steifigkeit des Chassis sowie die weitere Optimierung der Motor- und Getriebeeinheit», sagte Rampf weiter.
Testfahrten von Heidfeld und Massa
Nick Heidfeld und der Formel-1-Rookie Felipe Massa hatten Anfang dieser Woche in Valencia erstmals Gelegenheit, den neuen Wagen zu testen. «Das Auto fühlt sich sehr gut an, verhält sich stabil und ist leichter zu fahren als das letztjährige», war das Urteil des Deutschen Heidfeld, der seine zweite Saison mit Sauber in Angriff nimmt.
Der Brasilianer Massa befand den C21 für einen «very nice car». Der amtierende Champion der Formel-3000-Euroserie tritt im Sauber- Team die Nachfolge von Kimi Räikkönen an.
«Dass er schnell ist, hat Felipe bereits bewiesen», attestierte Peter Sauber seinem Rekruten. «Er muss nun nur noch die hoch entwickelte Technik eines Formel-1-Autos vollends in den Griff bekommen.»
Bescheiden, aber zuversichtlich
Auf die Frage, ob er sich zutraue, 2002 einen Grand Prix zu gewinnen, reagierte Heidfeld bescheiden: «Wir müssen auf dem Boden der Realität bleiben. Aus eigener Kraft zu gewinnen dürfte uns nach wie vor schwer fallen. Anderseits gibt es immer wieder chaotische Rennen, die mit dem Sieg eines Aussenseiters enden. Mein vorläufiges Ziel ist es jedoch, regelmässig unter die ersten sechs und gelegentlich unter die ersten drei zu kommen.»
«Wenn es Willy Rampf und seinen Leuten gelungen ist, die fast schon sprichwörtliche Zuverlässigkeit und die Wettbewerbs-Tüchtigkeit des C20 ins neue Auto einfliessen zu lassen, dürfen wir die Saison mit grosser Zuversicht in Angriff nehmen», sagte Peter Sauber. «Jedenfalls hat das Auto unsere Erwartungen in den ersten Testfahrten erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen.»
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch