Tennis: Mikaelian hat es nicht geschafft
Marie-Gaïané Mikaelian hat ihrem Siegeszug in Basel die Krone nicht aufsetzen können. Die 17-jährige Westschweizerin verlor ihren ersten WTA-Final gegen die Tschechin Adriana Gersi, die ebenfalls in einem Endspiel debütierte, 4:6 und 1:6.
Die Unbekümmertheit, mit der sich Mikaelian ohne Satzverlust bis in die Schlussrunde vorgekämpft hatte, war am entscheidenden Tag verflogen. Die Waadtländerin wirkte nervös und fand gegen Gersi nie zum druckvollen Spiel der Vortage. Die angriffig geschlagenen Returns gelangen selten.
Noch am Vortag war die Nummer 167 der Weltrangliste beim 6:2, 6:2-Erfolg über Anna Smashnova (Isr/WTA 122) in fünf von acht Aufschlagsspielen zu zahlreichen Breakbällengelangt. Gegen Gersi erhielt die Zahnarzt-Tochter bloss eine Chance zum Service-Durchbruch.
Im Final wurde Mikaelian von einer Zerrung im Schulterbereich behindert, was die ungewohnt hohe Quote von neun Doppelfehlern erklärt. Beim Stand vom 4:5 im ersten Satz liess sich die U18-Europameisterin vom vergangenen Wochenende in Klosters von der Physiotherapeutin behandeln.
Zudem machte ihr im elften Spiel innerhalb von zwei Wochen der Ellbogen zu schaffen. «Als Ausrede will ich das nicht gelten lassen. Aber in Topverfassung wäre die Partie sicher enger verlaufen», sagte Mikaelian, die insbesondere im konditionellen Bereich noch Mängel offenbarte.
Mikaelian wird sich mit der Börse von rund 20’000 Franken darüber hinwegtrösten, dass sie voerst nicht als fünfte Schweizer Spielerin hinter Martina Hingis, Patty Schnyder, Emmanuelle Gagliardi und Miroslava Vavrinec in die Top 100 einzieht. Nach den Siegen gegen Slivia Farina Elia (It/WTA 16), Rossana de los Rios (Par/77), Daniela Hantuchova (Slk/58) und Smashnova wird sie heute um Position 110 in der Weltrangliste erscheinen.
Swissinfo und Hans Leuenberger, sda/Basel
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