Mehrfamilienhaus in Möhlin AG ist nach Brand unbewohnbar
Ein Brand in einem Mehrfamilienhaus in Möhlin AG hat am Sonntagnachmittag zu einem Grosseinsatz der Rettungskräfte geführt. Alle zehn Wohnungen des Gebäudes sind vorläufig nicht mehr bewohnbar. Vier Personen wurden wegen des Verdachts auf Rauchvergiftung ins Spital gebracht.
(Keystone-SDA) Kurz nach 15.00 Uhr schlugen Anwohner Alarm, nachdem sie das Feuer bemerkt hatten, wie die Kantonspolizei Aargau am Montag mitteilte. Beim Eintreffen der Feuerwehr sei bereits der Balkon einer Wohnung im obersten Stockwerk in Flammen gestanden. Das Feuer habe in der Folge rasch auf benachbarte Wohnungen übergegriffen.
Ein Grossaufgebot von rund hundert Feuerwehrleuten der Feuerwehren Möhlin, Rheinfelden und Magden-Olsberg kämpfte stundenlang gegen den Brand. Er war schliesslich gegen 20.30 Uhr gelöscht, wie die Polizei weiter berichtete.
Polizei und Feuerwehr evakuierten umgehend die gesamte Wohnsiedlung. Dennoch erlitten zwei Bewohnerinnen und ein Bewohner Beschwerden durch das Einatmen von Rauch und wurden von Ambulanzen ins Spital gebracht.
Zwei von ihnen wurden nach einer Untersuchung wieder entlassen, eine dritte Person musste die Nacht im Spital verbringen. Zudem wurde ein Polizist, der bei der Evakuierung Qualm eingeatmet hatte, im Spital untersucht. Zwei Angehörige der Feuerwehr mussten überdies direkt vor Ort vom Sanitätsdienst betreut werden.
Die Zerstörung durch das Feuer und das Löschwasser ist massiv. Die betroffene Wohnung im Obergeschoss wurde laut Angaben der Polizei komplett verwüstet und mindestens zwei Nachbarswohnungen wurden stark in Mitleidenschaft gezogen.
Zehn Wohnungen vorerst unbewohnbar
Da sich Rauch, Hitze und das eingesetzte Löschwasser im ganzen Gebäude verteilten, sind derzeit alle zehn Wohnungen des Hauses unbewohnbar.
Von den rund 20 Bewohnern kamen die meisten privat unter; für drei Personen musste die Gemeinde jedoch eine Notunterkunft organisieren. Herabfallende Trümmerteile und Asche beschädigten ausserdem vier Autos, die vor der Siedlung abgestellt waren.
Wie hoch der genaue Sachschaden ist, lässt sich derzeit laut Polizei noch nicht beziffern. Die Spezialisten der Polizei ermitteln die Brandursache.