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DARMSTADT (awp international) - Der Pharma- und Chemiekonzern Merck bündelt einen Teil seiner Forschung künftig am Firmensitz in Darmstadt. Am Donnerstag eröffnete der Konzern ein neues Forschungszentrum, das sich unter anderem Flüssigkristallen für Flachbildschirme widmet. "Mit fast 50 Millionen Euro ist es die grösste Einzelinvestition der Forschung und Entwicklung im Bereich Chemie", sagte Merck-Chef Karl-Ludwig Kley vor rund 250 Gästen, zu denen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (beide CDU) gehörten. Mitarbeiter, die bislang in Frankfurt, Mainz und Darmstadt gearbeitet haben, arbeiten nun am Merck-Firmensitz. Das Zentrum hat 340 Arbeitsplätze.
Die Eröffnung des Forschungszentrums in Darmstadt ist laut Kley nicht nur ein klares Bekenntnis zum Firmensitz, sondern auch zum Standort Deutschland. Schliesslich hätten viele Erfolge von Merck ihren Ursprung in Darmstadt. Von den 142 Millionen Euro Ausgaben für die Chemieforschung im vergangenen Jahr weltweit fielen allein in Deutschland 103 Millionen Euro an. 2009 habe die Merck-Gruppe mehr als 1,3 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben. In den drei neuen Laboren- und Technikgebäuden werden die Mitarbeiter des Dax-Konzerns an fünf Forschungsgebieten wie OLED, Flüssigkristallen, LEDs, Lithium-Ionen-Batterien für Hybrid- und Elektromotoren und an mikrobiologischen Testverfahren arbeiten.
Merck wolle auch künftig auf Innovationen setzen. "Gemessen an den Gesamterlösen von 1,9 Milliarden Euro im Unternehmensbereich Chemie im Jahr 2009 beträgt unsere Forschungsquote 7,3 Prozent", sagte Bernd Reckmann, zuständig für den Bereich Chemie. Merck liege damit deutlich über dem Branchendurchschnitt. Der Umsatz des durch die Übernahme des US-Konzerns Millipore gestärkten Chemiebereichs soll nach dem Krisenjahr 2009 im laufenden Geschäftsjahr "deutlich höher" ausfallen.
Seit Jahresanfang läuft es bei den Kristallen von Merck blendend. Ein kräftiger Nachfrageschub im Chemiegeschäft hatte dem Familienunternehmen im zweiten Quartal nach einem bereits überraschend guten Auftaktquartal einen kräftigen Gewinnsprung beschert. Flüssigkristalle werden in Flachbildschirmen, Handys und Notebooks eingesetzt. Der Unternehmensbereich Chemie (Merck Millipore und Performance Materials) bietet Spezialprodukte für die Elektronik-, Farb-, Kosmetik-, Lebensmittel-, Pharma- und Biotech-Industrie./ep/she/tw

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