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Basler Fasnacht im Zeichen der politischen (In)-Korrektheit

Heute um vier Uhr morgens hat unter dem Motto "bis zletscht" die Basler Fasnacht begonnen. Zehntausende Schaulustige verfolgten in der verdunkelten Innenstadt das Spektakel mit satirischen Laternen und Musik.

Dieser Inhalt wurde am 11. März 2019 - 13:44 publiziert
swissinfo.ch

"Morgestraich – vorwärts marsch!" Der Ruf ertönte und die Fasnachtsgruppen setzten sich in Bewegung. Mit ihren Laternen und Bildern zogen die Cliquen los und marschierten in langsamen Schritten durch die Basler Altstadt. Der Himmel war sternenklar, die Temperaturen um die fünf Grad. Die Trommler und Piccolo-Flötenspieler sorgten dafür, dass alle hellwach blieben.

Die Bandbreite der Themen auf Schildern und Laternen war ähnlich breit wie in den Vorjahren. Nebst Rassismus, Umweltverschmutzung und assistiertem Suizid thematisierten die Satiriker auch globale News-Themen (US-Präsident Donald Trump und Fake News) sowie lokale Vorkommnisse (ein Brand in einem Basler Holzlager).

"Scheinheilig. Neutral": Diese Laterne mokiert sich über die Schweiz, die neutral sein will und sich als Hüterin der Menschenrechte versteht - gleichzeitig aber Waffen und Munition exportiert. Georgios Kefalas/Keystone

Wie erwartet spielten Geschlechterrollen, Sexismus und politische (In-)Korrektheit eine wichtige Rolle.

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Wer bestimmt? Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Circus Knie, oft auch als Nationalzirkus der Schweiz bezeichnet, sind (von links) der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker, die britische Premierministerin Theresa May und der nordkoreanische Führer Kim Jong-un vertreten. Der Elefant sind die Vereinigten Staaten. Georgios Kefalas/Keystone


Das Motto "Bis zletscht" (bis zum Ende) bezieht sich auf das Ende der MUBA, der selbsternannten "Mutter aller Messen", die im Februar in Basel zum 103. und letzten Mal ihre Pforten schloss.

swissinfo.ch, Thomas Stephens

Glossar

Kleiner Glossar von Baseldeutschen Wörtern rund um die Fasnacht:

Bebbi: eine Person aus Basel

Druggede: dichtes Gedränge am Morgestraich

Gässle: durch die Gassen ziehen und hie und da etwas essen oder trinken

Goschdym: ein Kostüm. Es gibt mehrere klassische Karnevalsfiguren wie Ueli, Bajass, Waggis und die Alte Tante. Alle, die aktiv am Karneval teilnehmen, ziehen ein Kostüm an. Zuschauer nicht.

Ladäärne/Ladättere: die satirischen Laternen

Larve: eine Maske

Räppli: Konfetti

(Quelle: 20 Minuten)

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