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Mutmasslicher WEF-Hacker frei

Der vor Wochenfrist verhaftete mutmassliche Hacker in der Datenbank des Weltwirtschaftsforums (WEF) ist am Freitag (02.03.) aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Es gebe keine Indizien für eine Bereicherungsabsicht und Kreditkarten-Missbrauch, fanden die Genfer Behörden.

Die Genfer Anklagekammer gab den jungen Mann nach einer Woche Haft am Abend frei. Es gebe keine Indizien für eine Bereicherungsabsicht und einen Kreditkartenmissbrauch durch die heruntergeladenen Daten. Eine betrügerische Absicht des Mannes sei nicht ersichtlich. Einen Haft-Verlängerungsgrund gebe es nicht.

Angaben über den Zustand der WEF-Datenbank machten die Untersuchungsbehörden vorerst nicht. Gemäss einem Bericht der "Wochenzeitung" (WoZ) wurde der Zugriff aber durch interne Sicherheitsmängel stark begünstigt.

So sei bei Inbetriebnahme der Datenbank nicht einmal das Standard-Passwort geändert worden. Es habe im weiteren ein Sicherheitsloch im miserabel konfigurierten System gegeben, zitierte die WoZ einen Experten. Und zwar in einem der Ports, mit welchen der Server mit der Aussenwelt kommuniziere.

Das Scannen eines Ports vom eigenen Computer aus sei aber ungefähr so strafbar wie das Anklopfen an einer Tür, wird der Anwalt des Verhafteten zitiert. Unglaublicherweise habe das WEF dann auch noch weite Teile der vertraulichen Datenbank vom internen auf den externen Web-Server kopiert.

Der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte hatte das WEF bereits nach dem Vorfall zur Überprüfung der Datensicherheit aufgefordert. Wenn es sich bewahrheite, dass grobfahrlässig Sicherheitsmassnahmen missachtet worden seien, sei dies umso gravierender, sagte Sprecher Kosmas Tsiraktsopulos.

Büro in Bern besetzt

Rund 18 Aktivisten aus der Anti-WEF-Szene hatten am Freitagmorgen in Bern das Generalsekretariat der Grünen Partei der Schweiz vorübergehend besetzt. Sie wollten damit der Forderung nach der Freilassung des Hackers Nachdruck verleihen. Die rund vierstündige Besetzung verlief friedlich.

Die Besetzer wählten gemäss eigenen Angaben den Sitz der Grünen, weil der Genfer Untersuchungsichter Marc Tappolet dieser Partei angehört. Tappolet hatte vor einer Woche die Verhaftung des jungen Hackers angeordnet.

swissinfo und Agenturen


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