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Nestlé-Aktien halten nach Halbjahreszahlen die rote Laterne im SMI

Keystone-SDA

Die Nestlé-Aktien werden am Donnerstagmorgen ganz ans Ende der SMI-Tabelle gespült. Nach den Halbjahreszahlen verlieren die Titel 7 Prozent an Wert - ein untypisch starker Kurseinbruch für Nestlé.

(Keystone-SDA) Um 11.45 Uhr verlieren die Nestlé-Aktien 7,0 Prozent auf 80,15 Franken. Als rote Laterne zieht das Schwergewicht auch den Leitindex SMI nach unten, der mit rund 1 Prozent im Minus steht.

Als eines der wertvollsten Unternehmen an der Schweizer Börse ziehen grössere Kursbewegungen bei Nestlé jeweils weite Kreise. So sind auch viele Pensionskassen bei dem Nahrungsmittelhersteller investiert. Damit sind indirekt viele Schweizerinnen und Schweizer über ihre Altersvorsorge vom Aktienkurs betroffen.

Starke Schwankungen selten

Zuletzt hatten die defensiven Nestlé-Papiere noch deutlich Boden gut gemacht und sich von der Schwächephase des Vorjahres erholt. Sollten sich die aktuellen Kursverluste in dieser Grössenordnung bis zum Börsenschluss halten, wäre es erst der achte Tagesverlust über 6 Prozent in den letzten 25 Jahren.

Bei der letzten Zahlenvorlage im April hatte Nestlé bereits einen ähnlich starken Kursausschlag zu Handelsbeginn – damals aber nach oben. Bis zum Handelsschluss hatte sich das Plus damals allerdings auf 1,5 Prozent eingependelt.

Allgemeine Verunsicherung an den Märkten

Ein ähnliches Szenario wäre damit auch heute möglich. Zuletzt beendete Nestlé vor sechs Jahren einen Börsentag mit einem Minus von mehr als 6 Prozent, als mit der Corona-Pandemie ein Sturm aufzog. Überhaupt waren solche stark Kursbewegungen bei Nestlé in der Vergangenheit meist auch in einem Kontext grösserer Verunsicherung an den Börsen zu sehen. Auch aktuell ist die Nervosität an den Finanzmärkten relativ gross – Stichworte sind etwa Nahost-Konflikt oder mögliche KI-Übertreibungen.

An den Quartalszahlen allein kann es jedenfalls kaum gelegen haben. So hat Nestlé die Erwartungen der Analysten im Grossen und Ganzen erfüllt. Im Grosse und Ganzen attestierten Experten Nestlé, den Balance-Akt zwischen Wachstumsbeschleunigung und Kostenkontrolle gut zu meistern. Und auch den Teilverkauf des Wasser-Geschäfts beurteilten sie als erfreulich, habe das lange Warten auf Neuigkeiten doch endlich ein Ende.

Allenfalls könnte der etwas vorsichtigere Ausblick für die operative Marge vor allem kurzfristig orientierte Investoren etwas verschreckt haben, mutmasste ein Analyst. Es ist also durchaus möglich, dass die heutigen News auf einen zweiten Blick etwas weniger negativ interpretiert werden und längerfristig orientierte Investoren wieder zugreifen werden.

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