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Nidwalden erzielt Plus dank Steuern von natürlichen Personen

Nidwalden hat im vergangenen Jahr 17,7 Millionen Franken mehr Steuern von natürlichen Personen eingenommen als budgetiert. Die Regierung sei "sehr zufrieden", sagte Finanzdirektorin Michèle Blöchliger (SVP) am Mittwoch bei der Präsentation der Staatsrechnung.

(Keystone-SDA) Zur Gewohnheit dürften diese Erträge jedoch nicht werden, sagte Blöchliger auf Nachfrage von Keystone-SDA. Zwar versuche der Kanton für vermögende Privatpersonen attraktiv zu sein und damit die Bedingungen für eine positive Entwicklung der Einnahmen zu schaffen. «Bei einer Ansiedlung in der Schweiz gehört Nidwalden wohl zu den drei besten Optionen», so Blöchliger. Doch sprunghafte Zunahmen bei den Erträgen von Jahr zu Jahr vorauszusehen, bleibe schwierig. Die Regierung versuche dennoch «ambitioniert» zu budgetieren.

Das operative Ergebnis fiel 2025 um 19,6 Millionen Franken positiver aus als vorgesehen. Statt eines Defizits von 3,9 Millionen Franken resultierte ein Plus von 15,7 Millionen Franken. Nach Einlagen in die Reserven von 12,5 Millionen Franken beträgt das Gesamtergebnis der Erfolgsrechnung 3,2 Millionen Franken.

Regierung gegen zusätzliche Steuersenkungen

Am 14. Juni befindet das Nidwaldner Stimmvolk über weitere steuerliche Entlastungen für den Mittelstand, aber auch über Senkungen bei den Steuersätzen für die höchsten Einkommensstufen. Der Landrat hatte die vom Regierungsrat erarbeitete Steuergesetzrevision um zusätzliche Entlastungen erweitert. Darauf ergriffen die Grünen das Referendum und legten einen moderateren Gegenvorschlag vor.

In der Debatte im Landrat warnte Blöchliger im vergangenen Mai davor, das Fuder nicht zu überladen – auch nach dem erfreulichen Jahresabschluss stehe sie zu dieser Aussage. «Der Fokus des Regierungsrats lag bei dieser Vorlage auf dem Mittelstand.» Weitere Steuersenkungen brauche es nicht. «Wir haben schon eine sehr gute Ausgangslage», so Blöchliger.

Zudem wachse auch der Aufwand, insbesondere im Gesundheitswesen. So resultierten 2025 Mehraufwände von total 10,9 Millionen Franken. Aufgrund der Alterung der Bevölkerung ist ein weiterer Anstieg zu erwarten.

Auch mehr SNB-Gelder

Die Erträge bei den juristischen Personen und der Grundstückgewinnsteuern fielen hingegen um total 1,9 Millionen Franken tiefer aus als budgetiert. Dies sei mitunter auf Entwicklungen ausserhalb von Nidwalden, wie den US-Importzöllen oder Zinsentwicklungen, zurückzuführen.

Der Kanton profitierte zudem von 10,1 Millionen Franken an Gewinnausschüttungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die um 6,7 Millionen Franken höher lagen als budgetiert.

Bereits 2024 übertraf die Staatsrechnung die Erwartungen deutlich. Das operative Ergebnis lag um über 60 Millionen über dem Budget. Der Ertrag fiel gar um 23,4 Prozent höher aus als vorgesehen. Dies lag mitunter an einem einzelnen Fall bei den Erbschafts- und Schenkungssteuern, der dem Kanton 17,3 Millionen Franken einbrachte.

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