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Obwaldner Kantonsrat eröffnet neue Legislatur

Keystone-SDA

Der Kantonsrat Obwalden ist am Freitagmorgen in die neue Legislatur gestartet. Eröffnet wurde die konstituierende Sitzung von Helen Keiser-Fürrer (CSP), dem amtsältesten Mitglied des Parlaments.

(Keystone-SDA) Die 1966 geborene Sarnerin gehört dem Kantonsrat seit 2011 an. Sie gab den neuen Ratsmitgliedern folgende Tipps: Denk mit und red mit, sei nie überheblich, hock nicht aufs Maul, rutsch nicht unter die politische Gürtellinie und sieh in den Ratskollegen den Menschen und nicht die Partei.

Unter der Alterspräsidentin erwahrte der Kantonsrat die Ergebnisse der Gesamterneuerungswahlen. Das Parlament setzt sich in der Amtszeit 2026-2030 aus den folgenden Fraktionen zusammen: SVP sowie Mitte/GLP mit je 18 Sitzen, FDP mit zehn Sitzen und CSP mit fünf Sitzen. Die SP ist mit vier Sitzen zu klein, um eine Fraktion zu bilden.

Ratspräsidium bleibt bei der SVP

Der Kantonsrat wählte darauf Daniel Blättler zu seinem Präsidenten. Die Wahl des 49 Jahre alten SVP-Politikers war unbestritten. Blättler war im letzten Amtsjahr der Vizepräsident des Kantonsrats. Er löst seinen Parteikollegen Hubert Schumacher ab. Blättler gehört dem Kantonsrat seit 2020 an.

Der neue Kantonsratspräsident wohnt in Kerns und ist verheiratet. Er arbeitet für den Schweizerischen Bauernverband. In seiner Antrittsrede umschrieb er sein Motto mit den Worten, dass alles, was wachsen und gedeihen solle, Zeit und Pflege brauche. Blättler schenkte deswegen jedem Ratsmitglied ein Tontopf mit Saatgut. Blättler vereidigte darauf den Kantonsrat und den Regierungsrat.

Kampf um dritten Stimmenzähler

Das Parlament wählte darauf Benno Dillier (Mitte/GLP) zum Kantonsratsvizepräsidenten und bestimmte die weiteren Mitglieder der Ratsleitung. Eine Kampfwahl gab es bei der Wahl des dritten Stimmenzählers. Es setzte sich mit 27 zu 25 Stimmen Daniel Windisch (CSP) gegen Werner Ettlin (SVP) durch.

Damit gehören der Ratsleitung zwei Mitglieder der Mitte/GLP sowie je ein Mitglied der SVP, FDP und CSP an, so dass alle Fraktionen im Gremium vertreten sind. Die SVP hatte ihre Kandidatur damit begründet, dass ihr wie der Mitte/GLP zwei Sitze zustünden.

Das Parlament wählte ferner Finanzdirektorin Cornelia Kaufmann-Hurschler (Mitte) unter Applaus zur Frau Landammann. Landesstatthalter ist Sicherheits- und Sozialdirektor Christoph Amstad (Mitte).

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