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Paramount setzt Warner-Übernahme vorerst aus

Keystone-SDA

Der Hollywood-Konzern Paramount setzt den Kauf des Konkurrenten Warner Brothers nach der Wettbewerbsklage von zwölf US-Bundesstaaten vorerst aus. Der Mega-Deal wird vorerst pausiert.

(Keystone-SDA) Die Übernahme solle erst nach einem Entscheid zu der Klage oder spätestens am 1. Juni 2027 weiter vorangetrieben werden, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Zuvor hatte eine Richterin den Deal zunächst bis Mitte August ausgesetzt, um über die Forderung der Bundesstaaten nach einer einstweiligen Verfügung gegen den Vollzug der Übernahme zu entscheiden. Dabei signalisierte sie, dass sie die Wettbewerbs-Bedenken der Bundesstaaten wie unter anderem Kalifornien durchaus ernst nimmt.

Bundesstaaten sehen Wettbewerbsproblem

Die Bundesstaaten argumentieren unter anderem, der Zusammenschluss werde den Wettbewerb bei populären Filmen verzerren und dadurch die Kinos unter Druck setzen. Aus Sicht der Richterin konnten sie zumindest demonstrieren, dass Paramount und Warner zusammen einen erheblichen Marktanteil in dem Geschäft hätten – was zunächst eine mehrwöchige Aussetzung der Fusion rechtfertige.

Die US-Regierung hatte den Milliardendeal ohne Auflagen genehmigt. Das Justizministerium kam zu der Einschätzung, dass der Zusammenschluss weder dem Wettbewerb noch US-Verbrauchern schaden werde – sowohl im TV- oder Streaming-Geschäft als auch in der Filmproduktion. Die EU-Kommission billigte die Übernahme mit Auflagen.

Trump-Unterstützer stach Netflix aus

Hinter Paramount steht die Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer von Präsident Donald Trump bekannt ist.

Ursprünglich hatte sich im vergangenen Jahr schon Netflix mit Warner auf einen Kauf des Streaming- und Studiogeschäfts der Branchengrösse verständigt. Doch Paramount liess nicht locker und gab ein höheres Gebot für den gesamten Konzern Warner Bros. Discovery ab, inklusive der Fernsehsender wie CNN. Der Deal ist nun rund 111 Milliarden Dollar schwer.

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