Polizei nimmt mutmassliche Liebesbetrüger in Winterthur fest
Die Stadtpolizei Winterthur hat zwei mutmassliche Betrüger festgenommen. Sie sollen zuvor einem 79-jährigen Mann Zehntausende Franken abgeknöpft haben.
(Keystone-SDA) Ein Rentner aus Winterthur ist Opfer eines sogenannten Liebesbetrugs geworden, wie die Stadtpolizei Winterthur am Dienstag mitteilte. Der Schweizer hatte Anfang des Jahres Kontakt zu zwei Frauen aus Rumänien geknüpft, die ihn auch zu Hause besuchten. In der Folge entwickelte sich eine vermeintlich romantische Beziehung.
Im Laufe der Zeit täuschten die Frauen finanzielle Engpässe vor. Sie baten den Senior um Geld für eine angebliche Operation der Mutter, für Hypothekarschulden oder Notarkosten. Der Mann schenkte den Schilderungen Glauben und übergab bei verschiedenen Treffen insgesamt über 40’000 Franken.
Schliesslich schöpfte der 79-Jährige Verdacht und erstattete Anzeige. Die Polizei leitete daraufhin umfangreiche Ermittlungen ein, um die Hintermänner und Täterinnen zu überführen.
Festnahme bei Geldübergabe
Der Zugriff erfolgte am Freitag, 24. April. Eine 29-jährige Frau mit deutsch-rumänischer Staatsbürgerschaft und ein 36-jähriger Türke wurden in flagranti festgenommen. Das Duo war gerade im Begriff, weitere 6’500 Franken vom Opfer abzuholen.
Die Stadtpolizei Winterthur ermittelt nun wegen mehrfachen Betrugs. Die beiden Tatverdächtigen befinden sich in Untersuchungshaft und wurden der Staatsanwaltschaft zugeführt.