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Roche: Avastin zeigt gute Studienergebnissen bei fortgeschr. Eierstockkrebs (AF)

Basel (awp) – Roche hat in einer Phase-III-Studie für Avastin in Kombination mit einer Chemotherapie und anschliessender Erhaltungsbehandlung mit Avastin gute Ergebnisse erzielt. Die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung habe bei nicht vorbehandeltem, fortgeschrittenen Eierstockkrebs im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie verlängert werden können, teilt der Pharmakonzern am Donnerstag mit.
Patientinnen, die mit Avastin und Chemotherapie behandelt wurden, aber keine Avastin-Erhaltungstherapie erhielten, lebten hingegen nicht länger ohne Fortschreiten der Krankheit im Vergleich zur Gruppe, die nur eine Chemotherapie bekam. An der dreiarmigen Studie von 15 Monaten Dauer nahmen 1’873 Patientinnen teil.
Eine vorläufige Beurteilung der Sicherheit ergab gemäss Mitteilung ähnliche Nebenwirkungen, wie sie auch in den zulassungsentscheidenden Studien mit Avastin beobachtet wurden.
«Wir sind sehr ermutigt durch diese Resultate, die zeigen, dass Avastin Frauen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs eine längere Zeit ohne Fortschreiten ihrer Erkrankung ermöglichen kann», wird Pascal Soriot, COO der Division Pharma in der Mitteilung zitiert.
Diese erste positive Phase-III-Studie mit einem antiangiogenen Medikament bei fortgeschrittenem Eierstockkrebs untermauere die Bedeutung von Avastin und der Hemmung der Gefässneubildung als Grundpfeiler der modernen Krebsbehandlung, heisst es weiter. Beim fortgeschrittenen Eierstockkrebs seien die Erfolgsaussichten der Behandlung für die Patientinnen nach wie vor schlecht. Deshalb seien neue wirksame Behandlungsmöglichkeiten dringend nötig. Avastin habe das Potenzial, sich zu einer solchen neuen Therapieoption zu entwickeln.
Die detaillierten Studienergebnisse sollen an der Branchentagung der American Society of Clinical Oncology Anfang Juni vorgestellt werden.
Eierstockkrebs ist gemäss Daten der American Cancer Society die sechsthäufigste Krebsart bei Frauen und weltweit die achthäufigste Krebstodesursache bei Frauen. Jedes Jahr werde bei schätzungsweise 230’000 Frauen ein Eierstockkrebs diagnostiziert, und rund 140’000 Betroffene sterben an der Erkrankung. Die Behandlungsmöglichkeiten für Frauen mit dieser Krebsart seien bisher auf Operationen und Chemotherapien beschränkt.
rt/ra

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