Runder Tisch zu Crans-Montana soll jahrelange Prozesse verhindern
Der vom Bund als Vermittler nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana berufene Laurent Kurth geht von einem kleinen Spielraum zwischen Erfolg und Scheitern aus. Der frühere Neuenburger Staatsrat hofft indes, innerhalb von zwei Jahren eine Einigung erzielen zu können.
(Keystone-SDA) «Ziel dieses Runden Tisches ist es, alle Beteiligten – Opfer, Angehörige sowie jene, die für die Wiedergutmachung des Schadens aufkommen sollen – dazu zu bewegen, eine aussergerichtliche Einigung zu finden, um ein langwieriges Zivilverfahren zu vermeiden, das bis zu 15 Jahre dauern könnte», erklärt der Neuenburger.
«Die Situation könnte wegen der grossen Zahl betroffener Opfer zudem zu einem Mangel an finanziellen Mitteln führen. Daraus könnte auch das Risiko einer Ungleichbehandlung bei den Verfahren entstehen», so Kurth.
Seine Rolle besteht darin, «zwischen den Parteien zu vermitteln, sofern diese freiwillig am Prozess teilnehmen. Seit fünf Wochen arbeitet sich Kurth in das Dossier ein – «ohne in die Details des Strafverfahrens einzusteigen, denn das ist Aufgabe der Justiz», betont er.