Schweizer Bergbahnen sind insgesamt gut in die Saison gestartet
Die Schweizer Bergbahnen sind im Mai und Juni gut in die Sommersaison gestartet. Die Zahl der Ersteintritte liegt in diesen zwei Monaten schweizweit fünf Prozent über dem Wert des Vorjahrs. Allerdings gibt es grosse regionale Unterschiede
(Keystone-SDA) Wie der Branchenverband Seilbahnen Schweiz am Mittwoch mitteilte, verzeichneten die Bergbahnen des Berner Oberlands 29 Prozent mehr Ersteintritte als in der gleichen Periode des Vorjahrs. Im Berner Oberland ist das starke Wachstum vor allem auf die Schilthornbahn zurückzuführen.
Sie stand im Vorjahr wegen Umbauarbeiten nur eingeschränkt in Betrieb. Ohne diesen Sondereffekt läge die Region mit einem Wachstum von vier Prozent ungefähr im Schweizer Durchschnitt.
Umgekehrt wiesen die Bergbahnen der Ostschweiz ein Minus von 20 Prozent im Vergleich zum Mai und Juni 2025 aus. Der dortige Rückgang ist auf die vorübergehende Betriebseinstellung der Säntis-Schwebebahn wegen ihrer Erneuerung zurückzuführen. Ohne diesen Sondereffekt bliebe das Ergebnis stabil.
Während das Tessin (-1%) stagnierte, lagen die Frequenzen in Graubünden (-2%), den Waadtländer und Freiburger Alpen (-4%), im Wallis (-5%) sowie in der Zentralschweiz (-7%), leicht unter dem Vorjahresniveau.
Für das Saison-Monitoring wertet Seilbahnen Schweiz die Gästeanzahl von über 140 Verbandsmitgliedern aus der ganzen Schweiz aus. Der Mai war in der Schweiz oft kalt, der Juni hingegen heiss und lockte viele Menschen in die Berge.
Im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt fiel die Zahl der Ersteintritte im Mai und Juni 2026 noch positiver aus. Schweizweit lagen sie 35 Prozent über dem Mittel der Jahre 2021 bis 2025. Das grosse Wachstum ist laut Bergbahnen Schweiz mit Einschränkungen in der Pandemie-Zeit zu erklären.
Bahnen profitieren von Schweizer Stabilität
Neben dem Wetter beeinflussen laut dem Branchenverband auch die internationalen Rahmenbedingungen die Nachfrage.
Die Schweiz werde in einem von geopolitischen Unsicherheiten geprägten Umfeld weiterhin als sichere, stabile und qualitativ hochstehende Reisedestination wahrgenommen. Deshalb seien die internationalen Märkte nicht wie befürchtet so stark eingebrochen. Zudem blieben die Berge Sehnsuchtsorte für die Schweizer Bevölkerung.
«Die Stabilität der Schweiz erweist sich als Wettbewerbsvorteil, besonders auf dem internationalen Markt», wird Berno Stoffel, Direktor von Seilbahnen Schweiz, in der Mitteilung zitiert.