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Frau mit violetter Pfeife am Frauenstreik

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Hand aufs Herz: Wie wählen Sie? Eher Männer oder eher Frauen? Fakt ist: Noch nie kandidierten in der Schweiz so viele Frauen wie für diese Wahlen. Schön und gut. Doch kandidieren ist das Eine – die Frauen müssten dann auch gewählt werden.

Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre! Erwarten Sie am Weltkatzentag nun aber kein Katzenvideo von uns… 😉

Liebe Grüsse aus Bern

Frau mit violetter Pfeife am Frauenstreik
Bis zu einer halben Million Personen gingen am 14. Juni 2019 zum Frauenstreik auf die Schweizer Strassen. Keystone / Salvatore Di Nolfi

Die Politik wird weiblicher. Zumindest kann man davon ausgehen, wenn man die Fleissarbeit einer Nationalrätin betrachtet. Sie hat mit ihrem Team rund 90 Prozent aller Namen zu den Wahlen vom Herbst gesammelt und festgestellt: Mehr Frauen denn je wollen einen Sitz im Parlament.

Sie haben wochenlang Parteien um Wahllisten gebeten, hartnäckig nachgefragt angemahnt, öffentlich zugängliche Listen recherchiert, Excel-Tabellen ausgefüllt. Die Grünliberale Nationalrätin Kathrin Bertschy, Co-Präsidentin der Dachorganisation der Schweizer Frauenorganisationen, und ihr Team.

Bertschy zeigt sich hoch erfreut: «Im Schnitt sind fünf Prozentpunkte mehr Frauen auf den Listen, 39 Prozent der Kandidierenden sind weiblich«, sagt sie gegenüber Radio und Fernsehen SRF. Gründe für diese Zunahme könnten unter anderem der Frauenstreik vom Juni und die Aktion «Helvetia ruft» sein.

Diese Woche ist in den ersten drei Kantonen die Frist zur Einreichung der Wahllisten abgelaufen. Und auch dort wird ersichtlich: Es kandidieren mehr Frauen als vor vier Jahren – mehr als je zuvor.

Boden
Keystone / Marcel Bieri

Keine Wälder mehr abholzen, weniger Fleisch essen. Dies ist die Ultrakurz-Zusammenfassung des aktuellen Sonderberichts des Weltklimarats IPCC vom Donnerstag.

Die Landwirtschaft und unsere Ernährung müssen sich stark verändern, warnt der Bericht. So habe sich etwa in den letzten 60 Jahren die Fleischproduktion pro Kopf verdoppelt – auf Kosten des Waldes, der dran glauben musste, zugunsten von Weiden und Futteranbau.

Weil Land- und Forstwirtschaft so fast einen Viertel der Treibhausgase verursachten, seien auch sie verpflichtet, ihren CO2-Ausstoss drastisch zu senken. Das gehe zum Teil mit einfachsten Massnahmen, wie weniger Pflügen. So könnten Böden wieder mehr CO2 speichern. Oder die Menschen essen weniger Fleisch, auch während der Grillsaison…

Grafik
Aus einer in 27 europäischen Ländern und in Israel durchgeführten Umfrage über Erfahrungen mit der Diskriminierung aufgrund des Alters, die von Personen ab 62 Jahren beantwortet wurde. Sie kam auf einen durchschnittlichen Frequenzwert von 1,83 auf einer Skala von 1 (niemals) bis 4 (regelmässig). Die Grafik zeigt ausgewählt die Länder mit den höchsten Durchschnittswerten, mit den niedrigsten und jene mit rund 1,5 Punkten. swissinfo.ch

Sind Sie über 50 Jahre alt? Ältere Arbeitnehmende werden oft diskriminiert, besonders dann, wenn sie einen neuen Job suchen (oder müssen). Zwei Volksinitiativen wollen nun Gegensteuer geben.

Vorurteile gegenüber älteren Menschen sind an der Tagesordnung. Laut einer europäischen Studie soll Altersdiskriminierung sogar häufiger als Sexismus und Rassismus vorkommen.

Nicht nur in der Arbeitswelt werden Ältere diskriminiert. Das hält die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung fest. Die Schweiz ist davon nicht ausgenommen. Deshalb wies die Organisation die Schweiz bereits 2014 darauf hin, entsprechende Massnahmen zu ergreifen.

Doch nicht viel ist geschehen. Nun haben Seniorenverbände und -netzwerke das Heft in die Hand genommen und zwei Volksinitiative lanciert. Diese sollten in den nächsten Monaten starten.

shadow of a man
Keystone / Eric Draper

Sind Sie besorgt, dass Ihnen ein geliebter Mensch nach dem Beitritt zu einer Sekte entgleitet? In unserem umfassenden Artikel über problematische religiöse und esoterische Gruppen finden Sie vielleicht ein Gegenmittel.

So nah wie möglich dran bleiben und den Menschen nicht aufgeben. Das ist wohl der handfesteste Tipp, den Sektenkennerin Susanne Schaaf im Artikel meines Kollegen Anand Chandrasekhar der Leserschaft gibt. Wie Sekten gegründet werden, wie sie operieren und wie in einer Krise geholfen werden kann, wird ebenfalls ausführlich erklärt.

Viele Gespräche mit Familien und ehemaligen Mitgliedern sowie Sekundärliteratur, interne Dokumente und Besuche in Problemgruppen. Das gehört zum Erfolgsrezept der Leute von Infosekta, der Zürcher Fachstelle für Sektenfragen, bei der auch Schaad arbeitet.

  • Möchten Sie mehr darüber wissen? Vertiefende Infos finden Sie im Artikel meines Kollegen Anand
  • Letzten Sommer sprachen wir mit Katharina, die in der Sekte «Lichtoase» im Zentralamerikanischen Dschungel aufwuchs (Video ist Englisch betitelt, aber sie spricht Hochdeutsch)

Die Schweizerinnen und Schweizer sind ein globalisiertes Völkchen: Heute leben 10,6% aller Menschen mit dem roten Pass im Ausland. Wussten Sie, dass die meisten in Frankreich leben?

Wir haben Sie auf unseren Facebook Seiten gefragtExterner Link wo unsere Community eigentich lebt und 250 von Ihnen haben uns geantwortet. Es kamen Meldungen aus sechs Kontinenten. (Sollten Sie dies in der Antarktik lesen, melden Sie sich bitte bei uns!)

Viele von Ihnen antworteten mit Emoji-Flaggen und Bildern von Fahnen. Da waren einige dabei die wir selbst nicht kannten, wie zum Beispiel die Flagge hier 🇸🇱, geteilt von Simone Karemo. Sie betreibt seit 13 Jahren Missionsarbeit mit ihrem einheimischen Ehemmann dort.

swissinfoBundeshaus
swissinfo.ch

Und noch zur Erinnerung: Am 20. Oktober wählen die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ihr neues Parlament. Ihre Stimme ist schon hart umkämpft. 

Dabei geht es um die 200 Volksvertreterinnen und -vertreter im Nationalrat und die 46 Mitglieder des Ständerats (Genau genommen sind es deren 45: Der Kanton Appenzell Innerrhoden wählte seinen Standesvertreter bereits an der Landsgemeinde vom 28. April 2019).

Favoriten sind die Grünen, die Sozialdemokraten und die Grünliberalen – sie waren die Gewinner der letzten kantonalen Wahlen. Die Schweizerische Volkspartei dagegen, landesweit die stärkste Partei, musste auf Kantonsebene stark Federn lassen.

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