Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Die Schweizer Botschafterin in Bangkok erobert derzeit die Herzen ihrer Auslandgemeinde. Wie das?
Herzliche Grüsse aus Bern
Diese Schweizer Botschafterin macht ihrer Auslandgemeinde Freude.
Thailand, Kambodscha und Laos. Für diese drei Länder ist die Schweizer Botschaft in Bangkok zuständig. Rund 11’000 Schweizerinnen und Schweizer leben in dieser Region, über 9000 von ihnen in Thailand. Helene Budliger Artieda ist als Botschafterin für sie alle die Ansprechperson.
Während der Covid-19-Pandemie hat sich Budliger Artieda etwas einfallen lassen: #AskTheEmbassyExterner Link nannte sie ihre Idee. Es ist ein virtuelles Stelldichein, das man live auf Facebook verfolgen kann. So begrüsste sie etwa in der jüngsten Ausgabe einen prominenten Gast: den thailändischen Vize-Premier, der auch als Gesundheitsminister amtet.
Die Videokonferenzen kommen anscheinend sehr gut an. Begeisterte Kommentare in den sozialen Medien zeugen davon. So werde die Botschaft nahbar. Denn es sei «extrem wichtig, gerade in diesen Zeiten der Unsicherheit über die Pandemie, Ängste zu zerstreuen und die Fakten transparent darzustellen», wie ein Teilnehmer von #AskTheEmbassy schreibt.
- Der Artikel von Emilie über Botschafterin Helene Budliger Artieda.
- Während der Pandemie haben es Schweizerinnen und Schweizer in Thailand wegen Ressentiments gegen Westler nicht immer leicht, wie dieser Bericht von Emilie vom April 2020 zeigt.
- Für Aufsehen sorgte kürzlich die Geschichte einer «Auslandschweizer-Familie wider Willen», die in Westafrika festsass und sich kurzentschlossen dort niederliess.
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Das sind die Corona-News des Tages in der Schweiz.
444’500: So viele Beschäftigte sind in der Schweiz gegenwärtig von Corona-Massnahmen betroffen. Das bedeutet, dass ihre Betriebe geschlossen oder beeinträchtigt sind. 12% aller Betriebe sind davon betroffen, wie die neusten Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen.
Drogenhandel trotz Lockdown: Zwar wurden während der ersten Corona-Welle wegen der Schliessung von Partylokalen etwas weniger Drogen konsumiert. Doch der Stoff blieb immer verfügbar. Das zeigt eine Untersuchung des Kompetenzzentrums Sucht Schweiz.
Die Expertinnen und Experten des Zentrums waren erstaunt: Die rigorosen Grenzschliessungen während des ersten Lockdowns hätten dem Drogenhandel eigentlich einen Riegel schieben sollen. Doch die Drogenhändler seien erfinderisch gewesen und hätten ihre Ware öfters auch über die grüne Grenze in die Schweiz schmuggeln lassen.
- Bericht von SRF News über den Drogenkonsum während des ersten LockdownsExterner Link.
- «Die Pandemie schafft neue Risikogruppen für Suchtprobleme»Externer Link, schreibt heute die Neue Zürcher Zeitung (Paywall).
- Mehr zur Corona-Pandemie in der Schweiz: Corona-Krise: Die Situation in der Schweiz.
- Hier die neusten Meldungen und Berichte von SRF News zum Thema CoronavirusExterner Link.
- Eine weltweite Übersicht bietet diese Karte der Johns Hopkins UniversitätExterner Link.
- Hier haben wir die Corona-Krise für Sie grafisch dargestellt.
- Offizielle Informationen über das neue CoronavirusExterner Link gibt’s auf der Website des Bundesamts für Gesundheit.
Die Schweiz steht in der Kritik: Sie sei bei der Bewältigung der Klimakrise nicht solidarisch genug.
Die Schweiz mache nicht genug, um armen Ländern in der Klimakrise zu helfen. So gemäss einem neuen Bericht, der auch andere europäische Länder kritisiert. Der Hintergrund: Die Industrienationen hatten sich 2009 in Kopenhagen verpflichtet, bis 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar für die Finanzierung von Projekten in diesem Zusammenhang bereitzustellen.
Schliesslich stehen die reichen Nationen in der Pflicht: Sie sind für einen Grossteil der Klimagase verantwortlich. Die grössten Auswirkungen aber erleiden jene Länder, die am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen haben.
Deshalb sollte auch die Schweiz mehr unternehmen, um diesen Ländern unter die Arme zu greifen, sagen Experten im Artikel meiner Kollegen Pauline Turuban und Luigi Jorio. Das Bundesamt für Umwelt allerdings widerspricht: Die Schweiz erfülle ihre Pflicht vollumfänglich und lege die Berechnung ihres Anteils an der globalen Klimafinanzierung öffentlich und transparent offen.
- Der Artikel von Pauline und Luigi.
- Neben Kohlendioxid gefährden weitere Gase wie Methan und Lachgas das Weltklima, wie die beiden kürzlich beschrieben.
- Die Schweiz und Peru sind die ersten Länder, die im Rahmen des Pariser Klimaübereinkommens ein Abkommen zur internationalen Kompensation von Emissionen abgeschlossen haben. Doch auch dabei gab es Kritik.
Wie grosses Machtgefälle in der Oper zu Missbrauch führen kann.
Sie übt einen absoluten Traumberuf aus. Sagt die Schweizer Top-Sopranistin Regula Mühlemann. Viele gute Erfahrungen habe sie auf den Bühnen der Welt gemacht – und hin und wieder eine weniger gute.
Hinter den Kulissen der Opernwelt sei zu lange geschwiegen worden, sagt Mühlemann im Interview mit den Zeitungen von Tamedia. Es gebe eine grosse Grauzone und ein grosses Machtgefälle. Doch das ändert sich: Seit #MeToo mussten bereits einige hochrangige Männer im Opernzirkus den Hut nehmen.
Mühlemann selber hat gelernt, «die Gefahrenzone grossräumig zu umschiffen», so dass sie nie etwas Gravierendes erlebt habe. Ausser jenem Dirigenten, der zweimal ungebeten in ihre Garderobe platzte. Bein zweiten Mal war sie bereits gewappnet: Sie hatte sich zum Umziehen in der Toilette eingeschlossen.
- Wenn der Dirigent ohne zu klopfen in die Garderobe reinplatzt – Interview von Tamedia mit der Top-Sopranistin Regula MühlemannExterner Link (Paywall).
- Haben Sie die #12-App auf Ihrem Handy? Dann können Sie diesen Artikel hier ohne PaywallExterner Link lesen.
- Über die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz schrieb kürzlich meine Kollegin Marie Vuilleumier.
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