Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Wieder einmal dominieren Berichte über undurchsichtige Finanzkonstrukte die Schlagzeilen. Und natürlich sind wieder Schweizer:innen daran beteiligt. Der Schweizer Finanzplatz kann offenbar die schwarzen Schafe nicht unter Kontrolle bringen. Aber kann man ihm böse sein? Immerhin steckt das Parlament hinter vieler dieser Missstände.
Herzliche Grüsse aus Bern
Die Büchse der Pandora und ihre Auswirkungen auf die Schweizer Politik.
Die neuesten Enthüllungen – die sogenannten Pandora Papers – zeigen auf, wie die Reichen und Mächtigen ihr Vermögen verschleiern und rund um den Globus verschieben. Und welche unrühmliche Rolle Schweizer Jurist:innen dabei spielen.
Denn es geht nicht nur um Menschen mit zweifelhaftem Ruhm, sondern teilweise um einschlägig verurteilte Straftäter:innen und Despoten jeglicher Couleur. Das Tragische daran: Niemand ist wirklich über die schweizerische Rolle dabei überrascht.
Es ist ja auch nicht so, dass da alles im Dunklen ablief. Die rechtlichen Grundlagen dafür wurden im Parlament geschaffen, hauptsächlich auf Drängen der Vertreter:innen von Juristenkreisen. Und so wusste man, dass das wieder retour kommen würde – sowohl Ueli Maurer wie auch die SP warnten davon.
- Lesen Sie hier den Beitrag.
- Wer trägt Schuld an der Situation? Vor allem das Parlament, kommentiertExterner Link der Tages-Anzeiger.
- Das sagt ein Experte für Geldwäscherei zu Situation. Ein InterviewExterner Link mit SRF News.
Der weisse Held im dunklen Land: Über eine düstere Seite der Entwicklungszusammenarbeit.
Die Armen in Afrika oder Lateinamerika brauchen Unterstützung, weisse Retter:innen eilen zu Hilfe. So geht das weiterhin übliche Stereotyp über die Entwicklungshilfe.
Das ist aus mehreren Gründen problematisch, nicht zuletzt, weil es den westlichen Paternalismus zementiert, vor allem gegenüber ehemaligen Kolonien.
Dabei gibt es Ansätze, die vielversprechend sind: Etwa durch die Lokalisierung der Hilfe, also die prominente Vertretung lokaler Akteure, die die Situation vor Ort besser kennen. Meine Kollegin Sibilla Bondolfi gibt einen schönen Überblick über die Thematik der #NoWhiteSaviors.
- Lesen Sie hier den Beitrag meiner Kollegin Sibilla.
- Auch die Schweiz war im Kolonialismus verstrickt. Hier geht es zu unserem Fokus.
- Schweizer Soldaten waren auch Teil der französischen Fremdenlegion, wie Sie unserer Rückblende entnehmen können.
Mehr
Ups! Vorläufig kein Handelsabkommen mit den USA.
Man muss kein Prophet des Untergangs sein, um zu bilanzieren: Der Schweiz läuft es aussenpolitisch gerade nicht so rund. Neuster Rückschlag: Die Amerikaner:innen wollen kein Freihandelsabkommen mit uns abschliessen. Gespräche seien zwar freundlich verlaufen, aber offenbar sehen die USA keinen Bedarf.
Das Rahmenabkommen mit der EU haben wir versenkt, das Handelsabkommen mit Indien lässt auf sich warten, und das Verhältnis zu China war auch schon deutlich besser. Die wirtschaftliche Diplomatie der Schweiz kann momentan keine positiven Nachrichten vermelden.
Wenn ich mich richtig erinnere, wurde im Vorfeld der Kampfjet-Abstimmung auch insinuiert, dass der Kauf amerikanischer Jets dem Abschluss eines Handelsabkommens entgegenkommt. Mal schauen, wie lange es dauert, bis Politiker:innen sich daran erinnern…
- Hier finden SieExterner Link den Beitrag des Tages-Anzeigers.
- Unseren Fokus zu den Beziehungen Schweiz-EU finden Sie hier.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards