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Schweizer KMU haben viele Sorgen – und sind doch zuversichtlich

Keystone-SDA

Schweizer KMU blicken trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten mehrheitlich zuversichtlich in die Zukunft. Laut einer neuen Studie gehen 86 Prozent der befragten Unternehmen davon aus, dass ihre Firma auch in zehn Jahren noch bestehen wird.

(Keystone-SDA) Gleichzeitig beurteilen 43 Prozent die wirtschaftliche Lage in ihrer Branche als unsicher. Das zeigt die diesjährige KMU-Arbeitsmarktstudie der Axa Schweiz, die vom Forschungsinstitut Sotomo durchgeführt wurde.

Befragt wurden 336 Schweizer KMU mit fünf und mehr Beschäftigten in der Deutsch- und Westschweiz. Die Erhebung fand Mitte März statt.

Kosten rücken in den Vordergrund

Die grösste wirtschaftliche Belastung stellen für die Unternehmen die steigenden Kosten dar. 65 Prozent der Befragten nannten diese als grösste Sorge der vergangenen zwei Jahre. Dahinter folgen der zunehmende Konkurrenzdruck in der Schweiz mit 29 Prozent sowie eine abnehmende Kundenloyalität mit 26 Prozent.

KMU mit starker Abhängigkeit vom Ausland bewerten vor allem internationale Faktoren kritischer. So nennen sie etwa den zunehmenden Konkurrenzdruck aus dem Ausland und Wechselkursrisiken häufiger als Sorge. Vier von zehn stark vom Ausland abhängigen Unternehmen sehen zudem in der US-Zollpolitik einen bedeutenden Umbruch für ihr Geschäft.

Neben den Kosten bleibt der Arbeitskräftemangel eine zentrale Herausforderung. 41 Prozent der KMU bezeichnen ihn weiterhin als sehr grosse Herausforderung. Besonders deutlich zeigt sich dies im produzierenden Gewerbe: Dort ist der Anteil der Unternehmen mit Rekrutierungsproblemen seit 2022 von 45 auf 65 Prozent gestiegen. Im Dienstleistungssektor blieb der Wert dagegen stabil bei rund 45 Prozent.

Personalsuche bleibt schwierig

Trotz einer seit 2023 gestiegenen Arbeitslosigkeit bleibt die Personalsuche für viele Firmen schwierig. Ein Drittel der KMU empfindet den Rekrutierungsprozess als zunehmend anspruchsvoll.

In Sachen Jobprofilen würden 63 Prozent der befragten KMU Schulabgängerinnen und Schulabgängern eher zu einer Berufslehre raten als zu einem Studium. Zudem erwartet ein Drittel der Betriebe, in den kommenden fünf Jahren weniger Akademikerinnen und Akademiker einzustellen. Nur 15 Prozent rechnen mit einem höheren Bedarf an Hochschulabsolventen.

Sorgen bereitet vielen Firmen zudem die Abhängigkeit von IT-Lösungen. 57 Prozent der KMU machen sich Gedanken über ihre Abhängigkeit von meist amerikanischen IT-Anbietern. Bisher hat die grösste Gruppe der Unternehmen trotz dieser Bedenken allerdings noch keine Massnahmen ergriffen.

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