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Erbschaftssteuer-Initiative: Erste Hochrechnung bringt vernichtendes Resultat

Mirjam Hostetmann, Praesidentin der Juso, vor dem Schriftzug "Tax the rich"
Erbschaftssteuer oder Reichensteuer? Die Juso - hier Präsidentin Mirjam Hostetmann - zielt mit ihrer Initiative auf die reichsten Familien in der Schweiz. Keystone / Philipp Schmidli

Die erste Hochrechnung von gfs.bern sagt für die Erbschaftssteuer-Initiative einen Nein-Anteil von 79-Prozent voraus. Den Jungsozialisten droht ein Debakel.

  • Die erste Hochrechnung des Umfrageinstituts gfs.bern prognostiziert 79 Prozent Nein-Stimmen zur Erbschaftssteuer-Initiative der Jungsozialisten.
  • In der letzten SRG-Abstimmungs-Umfrage hatten 68 Prozent angegeben, dass sie die Initiative ablehnen wollen.
  • 2015 war zuletzt eine Erbschaftssteuer-Vorlage gescheitert, auch damals deutlich mit 71 Prozent Nein-Stimmen.
  • Die definitiven Resultate treffen laufend ein; Sie finden sie hier:
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Die Erbschafts-Initiative der Jungsozialisten (Juso) dürfte heute klar abgelehnt werden. Das bestätigt jetzt auch die erste Hochrechnung zum Abstimmungswochenende des Umfrageinstitutes gfs.bern.

Worum geht es: In der Schweiz erhebt der Bund bisher keine Erbschaftssteuern, wohl aber die Kantone. Bis auf drei davon haben alle die direkten Nachkommen von der Erbschaftssteuer befreit.

Wie der Steuerflickenteppich in der Schweiz aussieht und wo die Schweiz im internationalen Vergleich steht, haben wir hier zusammengestellt:

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Die Jungsozialisten forderten mit ihrer Initiative eine Besteuerung auf Bundesebene. Erbschaften über einem Freibetrag von 50 Millionen Franken sollen demnach zu 50 Prozent besteuert werden.

Der Ertrag sei für den Klimaschutz einzusetzen – deshalb der volle Name der Initiative «Für eine soziale KlimapolitikExterner Link – steuerlich gerecht finanziert (Initiative für eine Zukunft)».

Rund 300 Haushalte wären stark betroffen

Betroffen wären rund 2500 Haushalte in der Schweiz. Davon besitzen 300 Haushalte ein Vermögen von über 100 Millionen Franken, auf diese Gruppe hätte die Steuer die grössten Auswirkungen.

Die Befürworter argumentierten, Superreiche belasteten mit ihrem Lebensstil die Umwelt überproportional und sollten dafür aufkommen.

Die Gegner warnten, wichtige Steuerzahler würden vertrieben. Zudem seien Vermögen in der Schweiz oft in Unternehmen gebunden, die Erben müssten Firmenanteile verkaufen und würden die Kontrolle über die Betriebe verlieren.

Unsere detaillierte Übersicht über die Vorlage lesen Sie hier:

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