OECD reagiert auf Forderung der Schweiz
Die OECD-Mitgliedstaaten werden künftig vor den G20-Staaten oder anderen Organisationen über Vorgänge informiert, welche sie betreffen. Das hat OECD-Generalsekeretär Angel Gurria in einem Brief an die Schweiz geschrieben.
Gurria reagiert damit auf eine Forderung der Schweiz. Diese störte sich daran, dass die OECD der G20 Informationen lieferte, welche zur Aufnahme der Schweiz auf die graue Liste der Steuerparadiese führte.
Dies werde in Zukunft nicht mehr vorkommen, schreibt Gurria. «Damit haben wir jetzt eine Garantie, die uns erlaubt, zuversichtlich zu sein», sagte Leuthard bei ihrer Ankunft beim OECD-Ministertreffen in Paris.
Die Volkswirtschaftsministerin will jedoch vorsichtig bleiben und die Blockierung der 136’000 Euro aufrechterhalten, welche die Schweiz der OECD für die Förderung der Zusammenarbeit mit der G20 beisteuern soll.
Leuthard will vor dem Zahlen den G20-Gipfel im September abwarten, «bis die OECD und die anderen Länder uns korrekt behandelt».
Gurria seinerseits lobte die Fortschritte der Schweiz beim Kampf gegen Steuerbetrug. Die gemeinsam erzielten Fortschritte seien «extrem positiv», sagte er am Rande des OECD-Treffens in Paris.
swissinfo.ch und Agenturen
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