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Offiziersgesellschaft verlangt mehr Geld für Armee

x Keystone

Die Armee darf nach Ansicht der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG) nicht Spielball der Innenpolitik sein. Sie verlangt für die nächsten Jahre eine wesentliche Erhöhung des Militärbudgets.

Die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) will mehr Geld für eine 180’000 Mann starke Armee XXI. Nach Erreichung des Haushaltsziels 2001 sei Spielraum für den nötigen Technologie-Sprung vorhanden, sagte SOG-Präsident Ulrich Siegrist. Die Armeereform sei sicherheits- und nicht finanzpolitisch begründet.

Der Zentralvorstand der SOG halte eine grundlegende Reform der Armee für notwendig, sagte Siegrist am Freitag (12.05.) vor den Medien in Bern. Dazu müsse die Armee stark verkleinert werden. Allerdings werde diese nicht billiger sein, sondern müsse mit den mittelgrossen europäischen Armeen mithalten können.

Die laufende Diskussion erwecke den Eindruck, Ziel seien die Kostensenkung und die Entlastung der Wirtschaft. Notwendig sei die Reform aber aus sicherheitspolitischen und militärischen Gründen.

Die Schweiz müsse für den Einsatz im eigenen Land wie auch als qualifizierter internationaler Partner überzeugen. Der frühere Leitspruch, wonach schlechtes Material durch eine gute Truppenmoral kompensiert werden könne, habe heute seine Grenzen.

Nötig sei ein hoher Investitionsschub, denn die Armee weise einen gefährlichen Rückstand auf, warnte Siegrist. Sie müsse den Sprung ins Informationszeitalter machen.

Bezüglich dem Armeebestand reiht sich die SOG näher bei Verteidigungsminister Adolf Ogi ein als bei Wirtschaftsminister Pascal Couchepin: Sie sieht einen aktiven Bestand von rund 110’000 Mann – davon 5000 Berufs- und Zeitsoldaten und 5000 Durchdiener – sowie eine Reserve von 60’0000 bis 70’000 Mann, wie SOG-Vizepräsident Siegfried Albertin auf Anfrage erklärte.

Die SOG empfiehlt damit einen Armeebestand von total 180’000 Mann; Ogi möchte 200’000 Armeeangehörige, davon 120’000 Aktive und 80’000 Reservisten. Anders als Ogi hält es die SOG nicht für nötig, die Reserve auszurüsten.

swissinfo und Agenturen

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