So viele Datenschutzfälle wie noch nie im Kanton Luzern
Die Datenschutzbeauftragte des Kantons Luzern hat 2025 insgesamt 483 neue Geschäftsfälle bearbeitet. Das sind 24 Prozent mehr als im Vorjahr und ein neuer Höchststand, wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte.
(Keystone-SDA) Treiber dieser Entwicklung sind die zunehmende Digitalisierung und die stark gestiegenen IT-Anfragen, wie es im Tätigkeitsbericht hiess, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Kritisch zu bewerten sei jedoch die unverändert tiefe Zahl an Datenschutzkontrollen. 2025 wurde laut der Mitteilung lediglich eine Kontrolle durchgeführt.
Auch die Erledigungsquote von 89 Prozent bei den Anfragen verdeutliche die «angespannte Ressourcensituation», hiess es im Tätigkeitsbericht.
Ein Schwerpunkt lag 2025 auf Fragen rund um die Digitalisierung der Verwaltung. Im Fokus standen insbesondere die «rechtmässige, verhältnismässige und transparente Bearbeitung von Personendaten, Datensicherheit sowie Cloud-, KI- und IT-Projekte», wie es hiess.
Die Datenschutzbeauftragte überwacht laut Mitteilung unter anderem die Einhaltung der Datenschutzvorschriften durch die öffentlichen Organe des Kantons, berät Behörden und informiert betroffene Personen über ihre Rechte.
Die Luzerner Datenschutzbeauftragte Natascha Ofner-Venetz trat ihr Amt am 1. Mai 2025 in einem 100-Prozent-Pensum an.