Mehr gegenseitiges Verständnis dank neuer Moschee?
Im Berner Vorort Ostermundigen ist eine Moschee, das türkisch-islamische Zentrum, eröffnet worden. Beigewohnt haben der Zeremonie auch katholische und protestantische Geistliche. Ein Minarett wurde nicht geplant.
Das ehemalige Gewerbegebäude, eine ehemalige Weinhandlung, wurde während zwei Jahren in eine Moschee umgebaut. Die neue Moschee soll allen Muslimen in der Schweiz zu einem Zuhause werden, sagte Hasan Irmak, Präsident der türkisch-islamischen Vereinigung Bern.
Die Türen des Zentrum stünden jedoch nicht nur Muslimen offen: «Wir wünschen uns eine gute Beziehung zu unseren Nachbarn», fügte Irmak an.
So waren an der Eröffnungsfeier Gabi Bachmann, Pfarrleiterin vom katholischen Pfarramt Guthirt, sowie Matthias Jäggi, Pfarrer der reformierten Kirche in Ostermundigen anwesend. Beide überbrachten Glückwünsche zur Eröffnung des neuen Zentrums.
«Nach der Abstimmung über die Minarette war es wichtig, dass wir uns weiter annähern», sagte Bachmann in ihrer Rede. Mit dem Ja zum Verbot hätten nämlich Muslime und Christen verloren. Sie forderte Nächstenliebe und Respekt im Umgang mit der muslimischen Bevölkerung in der Schweiz.
Für die Moschee war bisher kein Minarett geplant, wie Ilhan Bikmaz, Vorstandsmitglied der türkisch-islamischen Vereinigung Bern, sagte. «Sicher wäre ein Minarett schön gewesen, vor allem als Erkennungsmerkmal für die Moschee». Dringend notwendig sei es aber nicht.
swissinfo.ch und Agenturen
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