Spanischer Öl-Konzern zu Investitionen in Venezuela bereit
Spaniens grösster Öl- und Gaskonzern Repsol hat bei einem Treffen von Ölmanagern mit US-Präsident Donald Trump die Bereitschaft zu Investitionen in Venezuela erklärt. "Wir sind bereit, mehr in Venezuela zu investieren und die Produktion dort in den nächsten zwei bis drei Jahren zu verdreifachen", sagte Repsol-Chef Josu Jon Imaz im Weissen Haus in Washington.
(Keystone-SDA) Die derzeitige Tagesproduktion von Repsol in Venezuela gab der aus dem Baskenland stammende Manager mit 45.000 Barrel (je 159 Liter) an, wie in einem von der spanischen Zeitung «El País» veröffentlichten Video des Treffens zu sehen war. Repsol ist in Venezuela zusammen mit dem italienischen Konzern Eni aktiv.
Trump hatte vor allem Manager von US-Ölkonzernen sowie auch einiger ausländischer Unternehmen wie Repsol und Eni nur wenige Tage nach den Angriffen in Venezuela gedrängt, sich in dem südamerikanischen Land massiv zu engagieren. Nach dem Treffen sprach er von einer Einigung, wonach US-Ölkonzerne mit Hunderten Milliarden Dollar in Venezuela einsteigen würden. Genauer wurde er nicht. Zu Beginn des Treffens, als die Presse noch dabei war, hatte Exxon-Chef Darren Woods jedoch gesagt, die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Venezuela machten Investitionen derzeit unmöglich.
Venezuela verfügt mit schätzungsweise 303 Milliarden Barrel über die grössten Ölreserven der Welt. Es handelt sich dabei vor allem um Schweröl, das nur mit spezieller Technik raffiniert werden kann – mehrere Raffinerien an der US-Golfküste sind darauf spezialisiert. Trotz der enormen Reserven ist Venezuelas Ölindustrie marode. Der Wiederaufbau dürfte laut Experten Jahre dauern und Investitionen in Milliardenhöhe erfordern.