Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Die Schweiz hat ihren ersten Coronavirus-Fall. Er betrifft eine Person aus dem Kanton Tessin.
Beste Grüsse aus Bern und bleiben Sie gesund!
Das Genfer Labor, das für die Analyse aller Verdachtsfälle in der Schweiz zuständig ist, hat einen Fall von Coronavirus-Infektion bestätigt. Er betrifft eine Person aus der Südschweiz.
Das Tessiner Gesundheitsdepartement hat den Fall am Nachmittag bestätigt. Bisher hatten die Bundes- und Tessiner Behörden trotz der Ausbreitung des Coronavirus im nahen Norditalien nur sanfte Massnahmen beschlossen.
Heute trafen sich die Gesundheitsminister aus Italien, der Schweiz, Deutschland, Slowenien, Frankreich und Österreich in Rom zu Beratungen. Bundesrat Alain Berset nahm für die Schweiz an dem Treffen teil.
Die Behörden des Bundes werden heute nach Publikation dieses Briefings informieren.
- Bericht Externer Linkvon SRF News
- Bericht Externer Linkim Blick.
In der Schweiz haben die sogenannt schönsten drei Tage im Jahr begonnen: die Fasnacht. Und ungeniert mischen Nazis mit.
Fasnacht ist die Zeit der verkehrten Welt. Diese Form des institutionalisierten Ausbruchs aus den Gängen des Alltags nutzen Rechtsextreme und Nazis, um in aller Öffentlichkeit ihre übelriechende braune Suppe zu kochen.
Letztes Jahr schockierten Nazis die Schweiz, als sie an der Fasnacht im Kanton Schwyz in weissen Kostümen und mit brennenden Fackeln als Ku Klux Klan marschierten. Der neueste Schlag: Eine Gruppe wollte mit einem Wagen am Umzug durch St. Gallen teilnehmen, an dem die Frage prangte, wie viele «Neger» man in St. Gallen brauche?» Sie mussten den Schriftzug überkleben.
In Basel, wo die grösste Fasnacht der Schweiz stattfindet, gibt es laut Recherchen einer Lokalzeitung sogar eine Nazi-«Gugge», wie die Gruppen dort heissen. Und sowohl in St. Gallen als auch in Basel bestehen laut den Berichten personelle Verbindungen zur Schweizerischen Volkspartei (SVP). Ob die Gruppe im Zug in Basel mitmarschieren darf, ist offen.
- Bericht Externer Linkin der Basellandschaftlichen Zeitung (bz).
- Fasnacht Schwyz oder der Ku Klux Klan marschiert mit – Artikel Externer Linkder Aargauer Zeitung 2019.
- Aadorf oder Nazis an einer lokalen Fasnacht – Bericht Externer Linkim Tagblatt von 2018.
Keine tödlichen Angriffe wie in den USA und in Deutschland, aber ein Anstieg der Verschwörungstheorien in der Schweiz: Dies das Fazit des neuen Antisemitismusberichts.
Die Mär von der jüdischen Weltverschwörung ist nicht auszurotten. Im Gegenteil: Sie grassiert mehr den je. Auch in der Schweiz.
Von über 520 registrierten Vorfällen gegen Jüdinnen und Juden in der Schweiz betrafen 190 eine antisemitische Verschwörungstheorie. Die meisten tauchten in den Kommentarspalten von Onlineseiten oder in sozialen Medien auf.
Diese und andere antisemitischen Aussagen machen über 95% der registrierten Fälle aus. Tätlichkeiten dagegen «nur» 0,2%. Für die jüdischen Opfer aber ist dies wohl kaum ein Trost.
- Der Antisemitismusbericht 2019 – Bericht Externer Linkim Bund (Paywall).
- Der Antisemitismusbericht 2019.Externer Link
- Der Antisemitismusbericht, der unter Verschluss blieb Externer Link(NZZ, Paywall)
200 Jahre und kein Ende: Das ist die Kurzversion des Jurakonflikts. Das letzte Aufflammen betrifft Moutier. Bringt jetzt ein neuer Vorschlag die Lösung?
Nein, direkte Demokratie vermag nicht alle Konflikte in Minne aufzulösen. Zwar haben die Separatisten ihren eigenen Kanton erhalten, dank mehrerer Volksabstimmungen. Doch der Status der Stadt Moutier, im Kanton Bern gelegen, ist bis heute umstritten. Die Abstimmung von 2017 mit dem Ja zum Wechsel zum Kanton Jura wurde annulliert. Der Termin für die Wiederholung steht noch aus.
Jetzt liegt ein Vorschlag auf dem Tisch, mit dem die beiden unversöhnlichen Lager ihr Gesicht wahren könnten: Die Zugehörigkeit nach Wahl. Konkret könnte jede Bürgerin und jeder Einwohner Moutiers individuell entscheiden, ob er oder sie zum Kanton Bern oder zum Kanton Jura gehören wollen.
Die Stadt mit ihren 7000 Menschen bliebe äusserlich unverändert. Was ändern würde: Ein Teil zahl seine Steuern in die Kasse des Kantons Bern, der andere in jene des Juras. Daneben würde in der «Frontstadt» alles so funktionieren, wie bisher. In der Tat: Eine neuerliche Abstimmung würde die Unterlegenen auf ewig zu majorisierten Verlierern stempeln. Und die Lager sind praktisch gleich gross.
- Bericht Externer Linkim Bund.
- Moutier oder die Jurafahne am falschen Ort – Reportage von swissinfo.ch aus der Frontstadt.
- Der Jurakonflikt als Beinahe-Bürgerkrieg der Schweiz – Artikel aus unserem Archiv.
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Der grossangelegte Spionageskandal um die Crypto AG zieht weite Kreise. Ist die Schweiz nach den Enthüllungen überhaupt noch ein neutrales Land?
Oder kann sie in der aufkeimenden Polarisierung zwischen den USA und China gar wieder in ihre Paraderolle aus dem Kalten Krieg schlüpfen? Diese Fragen stellte mein Kollege Fréderic Burnand einem Historiker und einem ehemaligen Diplomaten.
Kaum, denn diese Zeiten sind vorbei, so der Tenor zweier Kenner der schweizerischen Aussenpolitik. Wie drückt das Ex-Diplomat Georges Martin aus: «Wenn Elefanten in der Savanne Krieg oder Liebe machen, ist das Leben für die Mäuse gefährlich».
- Der Bericht meines Kollegen Frédéric Burnand.
- Crypto-Spionageskandal als Stresstest für die Schweizer Neutralität – früherer swissinfo.ch-Bericht.
- Wie verlogen ist die Schweiz?Externer Link Analyse von watson.ch zum Crypto-Skandal.
Hosni Mubarak, der ehemalige Präsident Ägyptens, ist 91-jährig gestorben. Er besass auch Verbindungen in die Schweiz.
Drei Jahrzehnte lang hatte Mubarak das Land mit knapp 100 Millionen Menschen mit eiserner Faust regiert. 2011 verjagten ihn die unzufriedenen Massen.
Wie es sich für einen Diktator gebührt, hatte Mubarak und sein Clan das Land finanziell ausgeblutet. Kurz nach seinem Sturz blockierte die Schweiz 700 Mio. Franken, die der Clan auf Schweizer Banken in Sicherheit gebracht hatte. Der rasche Schritt hatte in der darbenden Bevölkerung des Landes am Nil grosse Erwartungen geweckt.
Diese sind aber bis heute unerfüllt geblieben. 2016 wurde rund ein Viertel der eingefrorenen Gelder freigegeben. Sonst aber tat sich nicht mehr viel. Dies lag aber nicht an den Schweizer Behörden. Das Nachfolgeregime in Kairo zeigte schlicht zu wenig Interesse an einer Rechtshilfe, wie sie Bern forderte.
- Bericht Externer Linkvon SRF News.
- Nachruf Externer Linkin der NZZ (Paywall).
- Rückgabe der Mubarak-Gelder ernsthaft bedroht – swissinfo.ch-Bericht von 2017.
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