Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Das Projekt der Post, das E-Voting wieder voranzutreiben, beschäftigt Sie offensichtlich. Das zeigen Ihre zahlreichen Kommentare. Haben Sie auch eine dezidierte Meinung dazu?
Herzliche Grüsse aus Bern
…das fragte meine Kollegin Sibilla Sie gestern. Ihre Kommentare sprachen Bände: Die meisten von Ihnen wären dafür, dass die Post das E-Voting-Projekt wieder aufgreift.
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Viele beantworteten die Frage ganz einfach mit: Ja. Etwas ausführlicher antwortete Leser Hampe: «Ja, es bleibt aber weiterhin wichtig, dass es mit dem Datenschutz stimmt. Die Schweizer Behörden werden doch sicher imstande sein, dies gut zu regeln.» Ins gleiche Horn bläst Hans: «Es muss doch heute möglich sein, ein sicheres System zu entwickeln. Dies wäre im Interesse von über 700’000 Auslandschweizern», kommentiert er.
Ron glaubt, E-Voting sei «eine gute Sache mit Zukunft». Allerdings ist für ihn fraglich, ob dies in den Händen der Post liegen sollte. «Ich finde, da Abstimmungen staatlich sind, sollte auch der Staat federführend sein», meint er. Für Karl Schmid, Delegierter aus Kolumbien im Auslandschweizerrat, ist E-Voting schlicht «die einzige Möglichkeit, meine verbürgten demokratischen Rechte wahrzunehmen», da in seinem Wohnland die Postzustellung «total ungenügend bis inexistent ist».
Weniger als zehn Prozent äusserten sich negativ zum erneuten Versuch mit E-Voting. So schreibt René Amiguet: «Die Sicherheit ist nur gewährleistet, wenn bei Abstimmungen und Wahlen die bewährte, briefliche Stimmabgabe gemacht wird. Das ist zwar nicht so bequem, aber wir sollten die Sicherheit in der Demokratie nicht aus purer Bequemlichkeit aufs Spiel setzen.» Und unter dem Pseudonym «Kein Unsinn» warnt ein weiterer Leser: «Die Unzuverlässigkeit, Fehleranfälligkeit und Hackbarkeit solcher Systeme ist doch schon genügend erwiesen.»
- Der Artikel meiner Kollegin Sonia Fenazzi zum Thema E-Voting und Post.
- Hier finden Sie alle Kommentare zur E-Voting-Frage.
- Mitte Mai berichtete der Bote der UrschweizExterner Link über das neue Projekt der Post.
- Warum der Versuch letztes Jahr abgebrochen wurde, beschrieb mein Kollege Renat Kuenzi.
Bald öffnen die Grenzen wieder. Aber Vorsicht: Wer diesmal strandet, wird nicht mehr zurückgeholt!
Rund 7000 Menschen holte das Aussendepartement (EDA) während des Lockdowns zurück aus fernen Ländern. Nun, da die Grenzen bald wieder offen sein werden, ist klar: Das EDA schliesst eine zweite Corona-Rückholaktion aus, wie der Blick berichtet.
Nun werden Ferienreisen wieder zum Abenteuer vergangener Zeiten. Denn wer jetzt das Land verlässt, mache dies auf eigene Gefahr. «Wer strandet, muss es selber ausbaden», kalauert der Blick heute in seinem Bericht. Dort erfährt man auch, wo und wann auf eigenes Risiko wieder hingereist werden kann.
Die Regierung rät denn auch weiterhin von nicht dringenden Auslandreisen ab. Und der Blick gibt schliesslich noch einen Tipp mit auf den Weg an den Badestrand: «Auf Nummer sicher geht, wer eine Pauschalreise im Reisebüro bucht. Dann kümmert sich der Reiseveranstalter um die Rückkehr nach Hause.»
- Der Artikel im BlickExterner Link.
- Mehr Details und Zahlen zur Corona-Pandemie im jeden Tag aufdatierten Überblick von SWI swissinfo.ch: Corona-Krise: Die Situation in der Schweiz.
- Hier finden Sie die neusten Meldungen und Berichte von SRF News zum Thema CoronavirusExterner Link.
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Was bleibt nach der Coronakrise? Viele möchten das Homeoffice beibehalten.
Es war für viele – auch für mich – ein Schock: Von einem Tag auf den anderen mussten sie in den eigenen vier Wänden ein Büro einrichten. Doch nun scheinen sich viele daran gewöhnt zu haben.
Während ich diesen Text für Sie nun wieder im Büro von swissinfo.ch in die Tasten haue, wird sich für viele Arbeitnehmende in der Schweiz die Art und Weise, wie künftig gearbeitet wird, «fundamental verändern», wie die Neue Zürcher Zeitung glaubt.
Man habe in der Krise schnell und viel Neues gelernt, und viele Firmen hätten gute Erfahrungen mit Homeoffice gemacht. Nun habe man die Chance, diese Konzepte und Arbeitsmethoden in den Firmenalltag hinüberzunehmen, sagt ein Firmencoach. Spezifisch nennt er etwa effizientere Sitzungen und Arbeitsweisen sowie die flexibleren Arbeitszeiten.
- Der Artikel in der Neuen Zürcher ZeitungExterner Link.
- Offizielle Informationen über das neue CoronavirusExterner Link auf der Website des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
- Hier haben wir für Sie die Krise in Grafiken zusammengestellt.
- Das Bundesamt für Statistik (BFS) bietet ebenfalls eine Seite mit umfangreichen Zahlen zum CoronavirusExterner Link.
Rassismus. Das Schlagwort ist dieser Tage wegen der Polizeigewalt in den USA in aller Munde. Auch die Schweiz bekundet zum Teil Mühe mit dem Fremden.
Der 7. Juni 1970 ging in die Geschichtsbücher ein: An jenem Tag stimmte die Schweiz über das Schicksal der italienischen «Fremdarbeiter» im Land ab. An die Urne durften nur die Schweizer Männer – die Frauen erhielten das Stimmrecht auf Eidgenössischer Ebene erst 1971. Die Initiative wurde mit 54% Nein-Stimmen abgelehnt.
Diese Abstimmung war aber nur der Auftakt zu einer Reihe von bis heute 42 Abstimmungen zum Verhältnis «Wir und die Fremden», wie mein Kollege Renat Kuenzi schreibt. In seinem Artikel zum 50-Jahr-Jubiläum der Abstimmung geht er der Frage nach, warum die Schweizer Fremdenangst immer wieder zurückkehrt.
Mein Tessiner Kollege Rino Scarcelli schreibt in seiner Recherche zum Thema, dass bei einer Annahme der Schwarzenbach-Initiative 300’000 Menschen aus der Schweiz hätten ausgeschafft werden müssen. Schliesslich sprach Benjamin von Wyl mit Italienern und Secondos darüber, wie sie diese Zeit vor 50 Jahren in der Schweiz erlebt haben.
- Wie Demokratie die Schweizer Fremdenangst verdaut: Artikel meines Kollegen Renat.
- Das erste Nein gegen Schwarzenbachs «Überfremdungs-Initiative»: Artikel meines Kollegen Rino, mit mehreren historischen Videos.
- «Viele ältere Italiener tragen bis heute eine Wunde in sich»: Artikel meines Kollegen Benjamin von Wyl.
- Mitteilung der BundesbehördenExterner Link zu 50 Jahre Schwarzenbach-Abstimmung.
- Auch in der Schweiz kam 2018 ein Farbiger nach Polizeigewalt ums Leben, wie der BlickExterner Link schreibt.
Hongkong kommt nicht zur Ruhe. Nun fragen Sie: Was haben die Proteste dort mit der Schweiz zu tun?
Heute gingen in Hongkong Tausende auf die Strassen. Diesmal nicht gegen das neue Sicherheitsgesetz, das der chinesische Volkskongress für die ehemalige britische Kronkolonie beschlossen hat. Sondern wegen des 31. Jahrestags des Tiananmen-Massakers.
Nun sagt Joshua Wong, einer der bekanntesten Demokratie-Aktivisten: «Die Schweiz bringt die Bewohner der Stadt in Gefahr.» Der Grund ist eine kleine, aber effektive Pfefferspray-Pistole – Swiss Made. Das Modell stammt von der Firma Piexon aus dem Kanton Bern.
Gemäss dem lokalen TV-Sender TVB wurde die regimetreue Polizei mit ebendieser Waffe ausgerüstet, wie die Tamedia-Zeitungen berichten. Die Firma allerdings will von einer Lieferung an die Hongkonger Polizei nichts wissen. Es sei möglich, dass die Pistolen über einen Zwischenhändler in China nach Hongkong kamen, meint die Zeitung.
- Der Artikel im Tages-AnzeigerExterner Link.
- Artikel in der Neuen Zürcher ZeitungExterner Link über die heutige Tiananmen-Demo in Hongkong (Paywall).
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