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Maskentragende Frau im Coop/Migros

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Immer mehr Kantone verschärfen ihre Massnahmen im Kampf gegen Corona. Derweil steigen auch die Zahlen in Frankreich weiter an. Was die Schweiz sonst noch beschäftigt, finden Sie im heutigen Briefing.

Herzliche Grüsse aus Bern

Maskentragende Frau im Coop/Migros
Keystone / Georgios Kefalas

Die Zahlen steigen. Heute wurden in der Schweiz 383 Neuansteckungen gemeldet. Dies zwingt zahlreiche Kantone, Ihre Massnahmen zu verschärfen.

Nach Basel-Stadt und Zürich führen nun auch die Kantone Wallis (ab Montag) und Freiburg (ab Freitag) eine Maskenpflicht in Geschäften ein. Heute wurde auch bekannt, dass das Weltwirtschaftsforum in Davos auf Sommer 2021 verschoben wird.

Immer mehr Ländern droht zudem die Schweizer Quarantäne-Liste. Den Überblick dabei zu behalten ist schwierig. Nun wurde in Frankreich der Grenzwert von 60 Ansteckungen auf 100’000 Personen ebenfalls überschritten. Würde das Land auf die Liste kommen, wäre das für die Grenzkantone ein Problem.

Ein Problem sei auch das Unwissen der Arbeitgeber im Umgang mit schwangeren Frauen, klagen heute eine Pflegefachfrau und eine Lehrerin in der Berner Zeitung. Seit kurzem gehören nämlich Schwangere zur Covid-19-Risikogruppe. Homeoffice – was der Bund Schwangeren empfiehlt – ist in diesen beiden Berufen kaum umsetzbar, ihren Schutz am Arbeitsplatz müssen sie sich selber erkämpfen.

Illustration Neubau NEAT
screenshot SBB

Heute stellte die Schweizerische Bundesbahn SBB den Fahrplanwechsel vom 13. Dezember 2020 vor. Er steht im Zeichen der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT), der Corona-Krise und des Lokführer-Mangels.

Nach 28 Jahren Bauzeit wird die Transversale NEAT fertiggestellt. Dies ermöglicht zahlreiche neue Angebote im nationalen und internationalen Güter- und Personenverkehr, wie die SBB an ihren Medienkonferenzen heute mitteilte. So erreicht man Lugano etwa ab April 2021 von Zürich aus in unter zwei Stunden und Mailand in drei Stunden und 17 Minuten.

Die Corona-Krise wirkt sich auch beim Fahrplanwechsel der SBB aus. «Die Pandemie hat zu einem temporären Baustellenstopp und somit zu Verzögerungen in Bauprojekten sowie zu Verzögerungen bei der Zulassung und Einführung von neuem Rollmaterial geführt», schreibt die SBB. So könne nicht alles per Dezember 2020 umgesetzt werden.

Der Lokführerinnen- und Lokführer-Mangel der SBB ist zudem kein neues Thema. «Die Corona-Krise hat die angespannte Situation zusätzlich verschärft, da viele Aus- und Weiterbildungskurse während Monaten nicht durchgeführt werden konnten», teilt die SBB mit. Per August 2020 fehlen 211 Lokführerinnen und Lokführer. Der Unterbestand beim Lokpersonal werde sich jedoch bis Mai 2021 auf rund 110 Personen halbieren.

Bundeshaus von Oben
Swisstopo

«Vergessen Sie Google Maps», schreibt mein Kollege Christian Raaflaub in seinem heutigen Artikel. Swisstopo, das Bundesamt für Landestopgrafie, bietet jetzt das ganze Land in hochauflösender Ansicht an.

Normalerweise werden Luftbilder von Satelliten aus geschossen. Nicht die neuen Luftbilder der gesamten Schweiz. Sie wurden aus einem tieffliegenden Flugzeug aufgenommen. Nach fast drei Jahren Arbeit ist die ganze Schweiz fertig abfotografiert. Das Resultat lässt sich sehen.

Die neuen Luftbilder würden wertvolle Informationen über die Landschaft liefern, sagt die Sprecherin der Landestopografie. Sie seien besonders für Fachleute (Raumplanung, Archäologie, Gletscherentwicklung, landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Nutzung) von zentraler Bedeutung, aber auch interessant für die Öffentlichkeit.

Es macht in der Tat Spass, das Elternhaus oder seinen liebsten Schweizer Ferienort aus dem Himmel aus zu entdecken. Für Wanderer sind die neuen Bilder zudem praktisch, weil sich in den jeweils neusten Versionen Sperrungen und Umleitungen von Wanderwegen, Velo- und Mountainbike-Routen anzeigen lassen.

Illustration
Andreas Gefe

Warum hilft die Schweiz bei Reformen in der Ukraine? Die Antwort: Vor allem aus eigenem Interesse. Unser Fokus erläutert die fünf Ziele der Schweiz in der Zusammenarbeit mit der Ukraine.

Die Ukraine ist einer der grössten Staaten in Europa. Gleichzeitig ist es eines der ärmsten Länder des Kontinents. In fünf Hauptbereichen hilft die Schweiz in der Ukraine mit. Erstens bemüht sich die Schweiz um eine friedliche Lösung des Konflikts in der Ostukraine.

Zweitens, unterstützt die Schweiz die nachhaltigen Entwicklung der Ukraine. Vorrangig ist die Förderung eines ressourcenschonenden Wirtschaftswachstums und die Verbesserung der Lebensqualität in Städten. Drittens, hilft die Schweiz mit bei kleinen und mittleren Unternehmen sowie bei der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der ukrainischen Wirtschaft insgesamt.

Viertens, arbeiten Bern und Kiew im Gesundheitssektor zusammen, wobei die Bedürfnisse der vom Konflikt betroffenen Menschen besonders berücksichtigt werden. Und fünftens hilft die Schweiz in der Ukraine, die Prozesse, die zur Stärkung demokratischer Institutionen führen, zu etablieren.

  • Warum sie das macht? Lesen Sie in unserem Fokus.
  • Benno Zogg vom Center for Security Studies (CSS) der ETH Zürich spricht über das Schweizer Engagement in der Ukraine: swissinfo.ch.
  • In der Ukraine lebten 2019 191 Schweizerinnen und Schweizer. HierExterner Link finden Sie einen Überblick über die Wohnsitzstaaten der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Melanie Eichenberger

Leben Sie an einem exotischen Ort, wo kaum andere Schweizerinnen und Schweizer leben?

Nur in fünf Nationen leben zurzeit keine Auslandschweizer:innen – zumindest offiziell. Sind Sie auch die oder der einzige Auslanschweizer in Ihrer Region? Erzählen Sie es uns.

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