Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Nein, es sind nicht Restaurants und Geschäfte, in denen sich in der Schweiz die meisten Menschen mit dem Coronavirus anstecken. Wo dann?
Herzliche Grüsse aus Bern
Die Schweiz steckt in einem Weihnachts-Dilemma: Nicht in Restaurants und Geschäften finden die meisten Ansteckungen mit dem Erreger Sars-CoV-2 statt.
Es ist der Familienkreis, der Ansteckungen besonders beflügelt. In fast 30% der Fälle wurden Menschen von einem Familienmitglied mit Covid-19 angesteckt. Das zeigen Zahlen des Bundesamts für Gesundheit, wie Nau.ch heute berichtet.
Brisant daran: Die meisten Infektionen passieren also nicht dort, wo derzeit viele massive Einschränkungen fordern, nämlich bei den Restaurants und Fachgeschäften. Morgen Freitag wird der Bundesrat möglicherweise die Schraube noch etwas anziehen.
Das BAG relativiert im Bericht von Nau.ch seine Liste etwas. Die Daten würden noch viele Fragen offen lassen. Denn: «Wenn das Virus in einer Familie angekommen ist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross, dass sich die übrigen Familienmitglieder anstecken», so ein BAG-Sprecher.
- Der Bericht von Nau.chExterner Link.
- Mehr zur Corona-Pandemie in der Schweiz: Corona-Krise: Die Situation in der Schweiz.
- Hier haben wir die Corona-Krise für Sie grafisch dargestellt.
- Hier die neusten Meldungen und Berichte von SRF News zum Thema CoronavirusExterner Link.
- Offizielle Informationen über das neue CoronavirusExterner Link gibt’s auf der Website des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
- Eine weltweite Übersicht bietet diese Karte der Johns Hopkins UniversitätExterner Link.
Die Schweizer Skigebiete bleiben – vorerst – noch offen. Wie wichtig ist der Schnee für die alpinen Regionen?
Sie sind stark vom Wintertourismus abhängig – die Schweizer Alpenregionen. Das «weisse Gold» ist für viele Skiregionen der grosse Wirtschaftsmotor. Trotz der Coronavirus-Pandemie will die Schweiz deshalb ihre Skigebiete vorerst geöffnet lassen.
Sie stellt sich damit dem Druck aus der Europäischen Union entgegen, wo ausser Österreich alle anderen Alpenländer ihre Skigebiete geschlossen haben. Wo steht die Schweiz beim Wintertourismus im internationalen Vergleich? Meine Kollegin Pauline Turuban zeigt dies in ihrem Artikel anschaulich anhand einiger Grafiken.
Soviel sei bereits verraten: Gemessen an den Skifahrer-Tagen pro Einwohnerin und Einwohner (Erstfahrten pro Person und Tag im Winter) spielt unser kleines Alpenland in der obersten Liga: Nur gerade Österreich schneidet in diesem Vergleich ein kleines Stück mehr vom Kuchen ab als die Schweiz.
- Mehr Details und Grafiken finden Sie im Bericht von Pauline.
- Mit welchen Massnahmen zum Beispiel Italien auf den Schweizer Sololauf reagiert, lesen Sie im Artikel von Michele Novaga.
Eine Insel in Europa: Auch beim Thema Rauchen bleibt die Schweiz die Ausnahme.
Zwar will das Schweizer Parlament die Regeln für E-Zigaretten der Europäischen Union anpassen. Doch die generelle Regulierung von Zigaretten und Raucherwaren bleibt innerhalb Europas am lockersten.
Meine Kollegin Marie Vuilleumier hat die Debatten verfolgt. Das Thema wird in der Frühjahrssession weiter behandelt. Denn es bleiben noch gewichtige Differenzen zwischen den beiden Kammern (Nationalrat und Ständerat) zu klären. Dabei geht es speziell um die Werbung für Tabakwaren.
Gemäss einer Einschätzung der Tobacco Control Scale rangiert die Schweiz mit ihrer derzeitigen Tabakpolitik an zweitunterster Stelle einer Liste aller europäischen Länder. Weil sich das Parlament betreffend Werbung in den Haaren liegt, ist derzeit eine Ratifizierung der WHO-Rahmenkonvention zur Eindämmung des Tabakkonsums ausgeschlossen.
- Der Artikel von Marie über die Debatten im Parlament.
- Erinnern Sie sich noch an frühere Zeiten in der Schweiz? Noch gar nicht so lange ist es her, da wurde noch in Büros geraucht.
- Mehrere Schweizer Kantone, darunter der Jura, setzen das seit zehn Jahren geltende Rauchverbot in Bars und Restaurants nachgiebig um, wie die Reportage von Alain Meyer zeigt.
Journalismus gestern und heute. «Der Bund» hat sein Archiv digitalisiert und frei zugänglich gemacht.
Ist Ihnen langweilig in der Corona-Weihnachtsisolation? Wie wäre es mit 776’379 Seiten Lesestoff aus Bern? Die Traditionszeitung «Der Bund» öffnet ab heute seine digitale Schatzkammer für alle.
So ändern sich die Zeiten: Als die Berner Young Boys diesen Sommer Schweizer Meister im Fussball wurden, war die halbe Zeitung voll mit Berichten. Hundert Jahre zuvor war das Ereignis der Redaktion gerade mal fünf Zeilen und einen kurzen Matchbericht wert.
Die Tageszeitung «Der Bund» erschien am 1. Oktober 1850 zum ersten Mal. Die Digitalisierung aller Ausgaben bis Ende 1994 kostete rund 600’000 Franken. Zudem wurden auch noch zahlreiche weitere Titel digitalisiert. Vielleicht ist ja auch Ihr Leibblatt darunter.
- Hier finden Sie alle in «Der Bund» erschienenen Artikel zwischen Oktober 1850 und Dezember 1994Externer Link.
- Interessieren Sie sich für historische Ereignisse in Ihrem Herkunftskanton? Dann werden Sie vielleicht ebenfalls bei E-Newspaperarchives.chExterner Link fündig.
- Mehr Details zum Projekt in der Medienmitteilung der Universität BernExterner Link.
Heute für Sie: Unser Fensterchen Nummer 17 im Adventskalender.
Seine asiatische Herkunft, seine langen schwarzen Haare, aber vor allem sein tänzerisches Können machen diesen Mann aus der Region Basel einzigartig.
Sein Adressbuch liest sich wie das Who is Who des Showbiz: Justin Timberlake, Beyoncé, Jennifer Lopez… Er hat für und mit einigen der bekanntesten Künstlerinnen und Künstler Amerikas getanzt.
Dieses Jahr widmen wir unseren Adventskalender der Schweizer Kunst- und Kulturszene. Aufgrund der Coronakrise litt sie heuer besonders – auf diese Weise wollen wir den Künstlerinnen und Künstlern unseren Tribut zollen.
- Öffnen Sie das Türchen Nummer 17 und lernen Sie den Basler Viet Dang kennen.
- Ein Tag mit Viet DangExterner Link (vor Corona): Die Schweizer Illustrierte publizierte 2015 ein Selbstporträt des Choreografen.
Mehr
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards