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Impfung

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Ein neues Phänomen macht sich in der Schweiz breit: Der "Impfneid".

Herzliche Grüsse aus Bern

Yanick Iseli
Eva Hirschi

Der Kaffee lockt einen Schweizer nach Nicaragua.

Über seine Hobbies fand Yanick Iseli zu seiner grossen Passion: Kaffee! Nun wird der Bieler, der gegenwärtig noch im Kanton Jura lebt, für seine sechste Reise nach Nicaragua kein Rückflugticket lösen. Denn er hat dort bereits Kaffeestauden angepflanzt – auf seinem eigenen Terrain.

Sein Traum, möglichst selbstversorgend zu leben, sei in der Schweiz kaum möglich, sagt Iseli. Deshalb will der gelernte Schreiner in Nicaragua auf seinem Grundstück ein Gästehaus und sein eigenes Häuschen bauen. Er freut sich auf die Arbeit: In der Schweiz «könnte ich nicht einmal die Fensterläden meines Hauses in der Farbe, die ich möchte, anstreichen – Denkmalschutz».

In einer mehrteiligen Serie über das Auswandern begleitet swissinfo.ch den Auslandschweizer in spe auf seinem Abenteuer nach Nicaragua und liefert gleichzeitig interessante Informationen sowie wertvolle Tipps rund um das Thema Auswanderung.

  • Verfolgen Sie mit, wie Yanick Iseli der Schweiz den Rücken kehrt und in Nicaragua ein neues Leben beginnt.
  • Unser Fokus zur 5. Schweiz.
  • Apropos Auslandgemeinde und Landwirtschaft: Wir laden Sie ein zum Roundtable: Wieviel Bio braucht die Schweiz? Am Mittwoch, 12. Mai, um 17 Uhr Schweizer Zeit. Interessiert? Melden Sie sich hier an! Dann senden wir Ihnen den Zoom-Link zur Pestizid-Debatte.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Melanie Eichenberger

Wollten Sie 2020 🚙🚚auswandern✈⛴, mussten Ihre Pläne aber nun bis auf Weiteres auf Eis legen⛔? Wohin wollten Sie und was tun Sie jetzt?

3 Kommentare
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Organspende
Keystone / Leandre Duggan

Achtung: Diese Gesetzesänderung könnte auch Sie betreffen!

Sind Sie noch in der Schweiz registriert? Dann könnte es sein, dass Sie bald widersprechen müssen, falls Sie Ihre Organe nach Ihrem Ableben nicht spenden wollen. So will es zumindest der Nationalrat. Er hat sich gestern für diesen Kurswechsel entschieden.

Bisher galt: Nur mit ausdrücklicher Zustimmung werden Organe von verstorbenen Menschen gespendet. Mit dem Entscheid soll diese Bestimmung nun umgekehrt werden. Damit würde in der Schweiz auf einen Schlag jede Person als Spenderin oder Spender gelten. Der Grund: Es gibt in der Schweiz zu wenige Spenderorgane. Jede Woche sterben durchschnittlich zwei Menschen, weil sie nicht rechtzeitig ein Organ erhalten haben.

Das letzte Wort wird das Stimmvolk haben: Eine entsprechende Volksinitiative kommt in nächster Zeit zur Abstimmung. Zur Auswahl steht aber auch noch eine alternative Variante der Regierung, die etwas differenzierter ist, wie meine Kollegin Pauline Turuban heute schreibt.

Asylzentrum
Keystone

Wegen Gewaltvorwürfen in Asylzentren suspendiert der Bund Sicherheitsleute.

Unverhältnismässige Gewalt gegen Asylsuchende, nicht korrekt erstellte Einsatzprotokolle: Seit einiger Zeit stehen diese Vorwürfe gegen Sicherheitspersonal von Bundes-Asylzentren im Raum. Nun hat das zuständige Bundesamt 14 Sicherheitsleute suspendiert.

Bisher hatte das Staatssekretariat für Migration (SEM) bestritten, dass es in den Asylzentren ein Gewaltproblem gebe. Recherchen der Rundschau von SRF zeigen nun aber: In mehreren Fällen habe das Sicherheitspersonal die Vorgänge in Rapporten verfälscht dargestellt.

Mit Verweis auf die laufenden Strafverfahren äussert sich das SEM nicht zu einzelnen Fällen. Es lässt aber ausrichten, man sei daran, verschiedene Massnahmen zur Prävention von Gewalt in den Bundes-Asylzentren umzusetzen.

Swiss Heckflagge
Keystone / Markus Widmer

Die Fluggesellschaft Swiss will weitere 780 Mitarbeitende entlassen.

Die Corona-Pandemie macht den Airlines schwer zu schaffen. Auch die Schweizer Fluggesellschaft Swiss sieht sich gezwungen, Stellen und Flugzeuge abzubauen. Heute nun hat sie angekündigt, weitere 780 Mitarbeitende zu entlassen. Mit den heute angekündigten Massnahmen will die Airline rund 500 Millionen Franken einsparen, wie SRF News berichtet.

Die Gewerkschaft des Kabinenpersonals bedauert den Schritt zutiefst und spricht von einem der «schmerzhaftesten Tage» in ihrer Geschichte. Die Gewerkschaft des Bodenpersonals schreibt, die Leitung der Swiss habe mit der «Massenentlassung» das Vertrauen der Mitarbeitenden und der Bevölkerung «verspielt».

Und die Sozialdemokratische Partei (SP) moniert in einer Mitteilung: «Noch im August hatte die Swiss wegen der Corona-Krise Finanzhilfen in Milliardenhöhe erhalten, dann liessen sich die Top-Manager wenige Wochen später Boni auszahlen – und jetzt sollen die Angestellten zu Hunderten dafür bluten.»

Impfung
Keystone / Biontech Se / Handout

In der Schweiz macht sich der Impfneid breit.

Die Covid-Krise treibt zum Teil kuriose Stilblüten. Zuerst musste ich das Wort im Textverarbeitungs-Programm «zum Wörterbuch hinzufügen». Denn dieses kannte den Begriff «Impfneid» nicht. Wie auch, ist er doch eine relativ neue Wortschöpfung.

Warum Ungeimpfte auf Geimpfte neidisch sind? Das liegt, wie so vieles, unter anderem an der föderalen Struktur der Schweiz: Den Satz «das ist von Kanton zu Kanton verschieden», hören wohl so manche, wenn sie in der Schweiz Ferien machen. Bedeutet in diesem Fall: Einige Kantone impfen früher als andere.

Der Impfneid beschäftigt bereits die Psychologie. Er entspringe dem Wunsch, sich selber von den Fesseln von Corona befreien zu können, aber ohnmächtig auf ein Ende der Pandemie warten zu müssen, haben Expertinnen und Experten herausgefunden. Doch schämen für diesen Neid müsse sich niemand, denn dieser sei nur allzu menschlich.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Philipp Meier

Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn die Pandemie endlich vorüber ist?

Dank dem Impfen gibt es einen Silberstreifen am Horizont, der Hoffnungen aufkeimen lässt

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