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Heute in der Schweiz

Sehr geehrte Auslandschweizer:innen

Für Paare aus der Schweiz, wo Leihmutterschaft im Inland verboten ist, ist die Ukraine die zweitbeliebteste Wahl. Nach der Coronavirus-Pandemie deckt auch der Krieg die Verwundbarkeit der Branche auf.

Beste Grüsse aus Bern.

Leihmütter
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Schätzungsweise 2000 Babys werden jährlich in der Ukraine durch Leihmutterschaft geboren.

Im Moment arbeitet die grösste Leihmutterschaftsagentur in Kiew in einem unterirdischen Bunker, wo sich das Pflegepersonal rund um die Uhr um die Babys kümmert. Nach und nach werden sie an die Grenze gebracht, wo ihre Eltern warten.

Auch das Schweizer Ehepaar Mercedes und Roland Ferreira-Frey wollte ihr Kind in der ukrainischen Hauptstadt abholen, als der Krieg ausbrach. Mit dem letzten Konvoi der Schweizer Botschaft überquerten sie die Grenze und kamen sicher nach Hause.

Im ukrainischen Leihmutterschaftsprogramm zahlen Kunden aus den westlichen Ländern oder China 40’000 bis 50’000 Euro, bis sie ihr Baby in den Armen halten. Doch «die Leihmütter erhalten nur einen Bruchteil davon», so Carolin Schurr, Professorin der Universität Bern. Die Leihmütter selbst leiden oft unter den körperlichen und seelischen Belastungen der Hormonbehandlungen und der Schwangerschaft.

Spiegelung der Nationalbank
Keystone / Peter Klaunzer

Die Schweizerische Nationalbank schreibt im ersten Quartal einen Milliardenverlust.

Mit einem hohen Minus schliesst die Schweizerische Nationalbank SNB das erste Quartal ab. Laut Medienmitteilung weist die Notenbank einen Verlust von 32,8 Milliarden Franken aus. Verantwortlich dafür seien vor allem Kursverluste auf Aktien und Zinspapieren.

Die Notenbank betonte in ihrer Mitteilung, dass ihr Ergebnis stark von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig sei. Starke Schwankungen seien üblich und Rückschlüsse auf das Jahresergebnis deswegen nur bedingt möglich.

2021 erzielte die SNB einen Gewinn von über 26 Milliarden Franken. Dabei fielen das erste und das zweite Quartal positiv, das dritte und das vierte Quartal negativ aus. Im Jahr davor betrug der Gewinn gut 20 Milliarden.

Leo Schelbert
zvg

Ein Nachruf: Leo Schelbert, Kämpfer für die Fünfte Schweiz, ist gestorben.

Wir haben an dieser Stelle schon Anfang April über den Hinschied von Leo Schelbert berichtet. Nun wollen wir dem berühmten Auslandschweizer ebenfalls gedenken. Der Historiker und emeritierte Professor an der Universität von Illinois, Chicago, ist Ende März 93-jährig in den USA verstorben.

Als ausgewiesener Erforscher der schweizerischen Auswanderungsgeschichte befasste sich Leo Schelbert mit der weltweiten Präsenz der Schweizerinnen und Schweizern. Die offizielle Schweiz sollte die Fünfte Schweiz mit ihren über 788’000 Mitgliedern bewusst als eine Art 27. Kanton ansehen.

Wie wohl kein anderer Historiker hat er den weiten Bereich der Schweizer Auswanderungs-Geschichte zu seiner Lebens- und Forschungsaufgabe gemacht und sie in deutscher und englischer Sprache so formuliert, dass sie über den Kreis der Expert:innen hinaus verstanden wird.

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Gastgeber/Gastgeberin Melanie Eichenberger

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Keystone / Peter Kneffel

Fossilien in den Schweizer Alpen stammen von Riesen-Meeressauriern.

Forschende der Universität Bonn berichteten heute, dass es sich bei den Fossilfunden in den Bündner Alpen um die Überreste der Ichthyosaurier handeln. Das sind die grössten Saurier, die jemals gelebt haben.

„Es gab in der Erdgeschichte nur drei Tiergruppen, die ein Körpergewicht von mehr als zehn bis 20 Tonnen auf die Waage brachten: langhalsige Dinosaurier aus der Gruppe der Sauropoden, Wale und die gigantischen Ichthyosaurier der Trias“, erklärt Erstautor Martin Sander von der Universität Bonn.

Die 205 Millionen Jahre alten Fossilien wurden bereits vor mehr als 30 Jahren von Paläontologen der Universität Zürich auf bis zu 2800 Meter Höhe entdeckt. Seither lagen die Funde – mehrere Wirbelknochen, Rippenfragmente und ein Zahn – weitgehend unbeachtet im Archiv.

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