Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Fussballerische WM-Kost allein wird nicht ausreichen – die Heerscharen von Fans aus aller Welt wollen am grössten internationalen Sportevent auch kulinarisch verpflegt sein. Dafür verantwortlich ist auch ein Schweizer, der seit vier Jahren als Koch in Katar lebt.
Beste Grüsse aus Bern
Hart arbeiten, weit in der Welt herumkommen: Das ist das Leben des Simon Wipf.
Der Koch ist ein Pragmatiker. Um der unerträglichen Sommerhitze in der katarischen Hauptstadt Doha zu entgehen, spielt er Eishockey.
Die Regeln hier seien streng, man müsse die Kultur und Religion respektieren, sagt er im Gespräch mit meiner Kollegin Melanie Eichenberger.
Als grösste Herausforderung sieht er die kulinarische Versorgung des «Tsunamis von Menschen, der auf uns zukommt».
Meine grösste Sorge: Dass ein Funktionär des Eishockey-Weltverbands diesen Text liest. Dann wäre eine baldige Eishockey-WM in Katar unvermeidlich.
- Schweizer in Katar: «Ein Tsunami von Menschen kommt auf uns zu» – Teil 3 der Serie von Meli über Auslandschweizer:innen in Katar.
- 7 Forderungen der Schweizer Diaspora an die politische Welt – unser Bericht von der Sitzung des Auslandschweizerrats vom Wochenende.
- «Es braucht ein Quäntchen Wahnsinn»: SRF-Star Mona Vetsch und die Geschichte eines Thurgauer Käsers in FinnlandExterner Link – Artikel im Tagblatt.
- Von Bankern zu Schafzüchtern. Schweizer Auswanderer leben ihren Traum in ArgentinienExterner Link – Beitrag im Blick.
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«Es ist, als lebten die Schweizer auf dem Mars.»
Die Weigerung der Schweiz, via Deutschland Munition zu Händen der ukrainischen Armee zu liefern, sorgt bei einem deutschen Militärexperten für Kopfschütteln.
Bei den aktuellen Angriffen der russischen Armee auf Infrastrukturbauten in der Ukraine könnte der Flugabwehrpanzer Gepard «einen erheblichen Unterschied machen», sagt Sönke Neitzel.
Die Schweiz hat jüngst die Anfrage des deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz erneut abgewiesen, den Export von Munition für den Kriegseinsatz der Gepards in der Ukraine zu bewilligen.
«Und nun ist es ein bisschen so, als ob die Schweizer sagten, wir leben nicht auf dieser Welt, wir leben auf dem Mars, denn wir sind ja neutral», sagt dazu Neitzel. Dabei sei die Schweiz Teil des Westens, Neutralität hin oder her.
- Historiker Sönke Neitzel über Munitionslieferungen an die Ukraine: «Es ist, als lebten die Schweizer auf dem Mars»Externer Link – Interview in der Aargauer Zeitung (Paywall).
- Waffenlieferungen – eine Entscheidung zwischen traditioneller Neutralität und Solidarität mit der UkraineExterner Link – Kommentar in der NZZ (Paywall).
- Schweiz untersagt Deutschland Lieferung von Gepard-MunitionExterner Link – Bericht im Spiegel.
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Die Geburtswehen der Schweiz als moderner Bundesstaat? Ein Bürgerkrieg! Darin zogen vier Männer die Strippen.
Der Sonderbundskrieg 1847 war eine Art blutige Geburtshilfe. Wenige Monate später hoben die radikalen Gründerväter die moderne Demokratie Schweiz aus der Taufe.
Die Zeitung Blick identifiziert und charakterisiert vier Köpfe, die im kurzen Gefecht Hauptrollen spielten.
Es waren dies ein «katholischer Bösewicht», der «Retter der Schweiz», ein «reformierter Konservativer» und «der erste Bundesrat der Schweiz». Einer aus diesem Quartett galt als «schönster Mann seiner Zeit» – finden Sie heraus, wer es war.
- Diese vier Männer spielten eine entscheidende Rolle im letzten Schweizer BürgerkriegExterner Link – Bericht im Blick.
- Luzern, die Hauptstadt der Schweiz, die an sich selbst scheiterte – Beitrag aus unserer Videoserie mit Claude Longchamp.
- «Ohne Konkordanz keine direkte Demokratie» – mein Beitrag mit Konfliktexperte Wolf Linder von 2017.
Kastanien – Marroni: Kennen Sie die kleine, aber entscheidende Differenz?
«Heissi Marroni» waren ein kulinarischer Kulturexport, den Männer aus dem Tessin, dem Südkanton, Anfang Winter über die Alpen brachten. Heute werden die meisten Marroni aus Italien importiert.
Für sie und ihre Familien waren die «Chegele» ein Grundnahrungsmittel, eine Art Überlebensversicherung im kalten Winter. Sie wurden denn auch «Brot der Armen» genannt.
Heute zählen die Marroni zu den am meisten unterschätzen «Superfoods», weil sie nicht nur fein, sondern auch nahrhaft und gesund sind.
Und sie sind ein Luxusgut, denn 100 Gramm – das sind rund 10 Stück, kosten in der Stadt rund drei Franken.
Schlauköpfe aber sind am Ende ihres Lateins, wenn es um die Frage geht, ob es zwischen Kastanie und Marroni einen Unterschied gibt. Ja, es gibt ihn! Meine Kolleg:innen von SRF News bringen Sie in dieser Frage voll auf Zack!
- Marroni und Kastanien – gibt es einen Unterschied?Externer Link
- Tessiner Symbol im StachelmantelExterner Link – Webseite des Kantons Tessin.
- Braun, gebrannt – Maronenzeit im TessinExterner Link – Reportage des deutschen Magazins «Der Spiegel» von 2012.
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