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Zwei Löffel, im einen Zucker, im andern Aspartam in Tablettenform

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Trinken Sie lieber mit oder ohne Zucker? Die Weltgesundheitsorganisation warnt vor künstlichen Süssstoffen. Was macht die Schweiz?

Herzliche Grüsse aus Bern

Shopping-Arkade mit Aufkleber -40%
Keystone / Christian Beutler

In der Schweiz scheint die Shoppinglust auf dem Sinkflug zu sein – mit Folgen für die Wirtschaft.

Lieber etwas erleben als etwas anschaffen. Das scheint gegenwärtig die Devise bei vielen Schweizerinnen und Schweizern zu sein. Und das trifft den Arbeitsmarkt in besonderem Mass: Weil die Auftragsbücher leer bleiben, müssen Schweizer Firmen zum Teil auf Kurzarbeit umstellen.

«Der Konsum ist aus dem Gleichgewicht geraten», heisst es heute im Tages-Anzeiger. Der Grund sei die Coronavirus-Pandemie, deren wirtschaftliche Folgen auch dieses Jahr noch nachwirken würden. Etwa beim Reisen, wo die Menschen einen starken Nachholeffekt verspüren.

Als Indikator für ein künftiges Abflachen der Wirtschaftsleistung zieht der Tagi den «Einkaufsmanagerindex» heran: «Diese Erhebung befragt Einkäuferinnen und Einkäufer von Industrieunternehmen über ihre Bestellung von Ausgangsstoffen, mit denen sie ihre künftige Produktion planen.» Und dieser Index sei im Juli auf den tiefsten Stand seit Frühjahr 2009 gefallen.

Der ehemalige Schweizer Botschafter Thomas Borer
Keystone / Alessandro Della Valle

Ein Ex-Botschafter mahnt die Schweiz zur Kooperation mit den USA.

Erinnern Sie sich noch an die Affäre um Raubgold und nachrichtenlose Vermögen? Damals setzten die USA die Schweiz enorm unter Druck – und zwangen sie schliesslich zu einem milliardenschweren Vergleich.

Ähnliches spiele sich jetzt wieder ab, warnt der ehemalige Botschafter Thomas Borer. Die USA kritisieren die Schweiz als russlandfreundlich. Sie stelle ihre Wirtschaftsbeziehungen zu Russland über das Recht. «Noch haben wir ein kleines Problem. Aber wenn man Probleme nicht richtig angeht, können diese zu grossen Krisen werden», sagte er der Tagesschau von SRF.

Borer rät der Schweiz, einerseits der Taskforce der G7 zum Aufspüren von russischen Oligarchengeldern beizutreten. Andererseits solle der Bundesrat offensiver kommunizieren und den USA klarmachen, «dass wir Schweizer im Geldwäschereibereich, aber auch bei der Blockierung von russischen Oligarchengeldern ein vorbildliches Land sind». Nur: Sind wir das wirklich?

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Gastgeber/Gastgeberin Balz Rigendinger

Kann die Schweiz neutral bleiben, oder ist dies ignorant?

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Zwei Löffel, im einen Zucker, im andern Aspartam in Tablettenform
Keystone / Hendrik Schmidt

«Zero», das verspricht keinen Zucker. Aber auch künstliche Süssstoffe sind verdächtig.

Sie heissen Arpartam, Cyclamat oder Sucralose. Die Lebensmittelindustrie setzt sie gerne anstelle von Zucker ein. Und sie können möglicherweise unerwünschte Auswirkungen haben, warnt die Weltgesundheitsorganisation. Ausserdem sieht die Behörde in solchen Ersatzzuckern keinen langfristigen Nutzen, um das Körperfett von Erwachsenen oder Kindern zu reduzieren.

Allerdings soll zum Beispiel Aspartam erst dann krebserregend sein, wenn jemand mindestens 12 Dosen Diätlimonade pro Tag trinkt. Wer ganz sicher gehen will, trinkt deshalb Wasser oder süsst mit natürlichen Alternativen. Kollege Anand Chandrasekhar und Kollegin Helen James verweisen in ihrem Artikel etwa auf Kokosnussblüten, Ahorn und Agave. Oder auf Zuckeralkohole wie Sorbit, Maltit, Erythrit und Xylit.

In der Schweiz scheint eine Initiative des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit zu fruchten: 24 grössere Unternehmen haben sich verpflichtet, den Zuckergehalt in ihren Produkten wie Erfrischungsgetränken, Joghurts und Frühstücksflocken um 10% zu senken. «Das Schweizer Beispiel zeigt, dass es möglich ist, Zucker zu reduzieren, ohne auf künstliche Süssstoffe zurückzugreifen.», schreiben Anand und Helen.

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Gastgeber/Gastgeberin Anand Chandrasekhar

Gibt es etwas in Bezug auf Lebensmittel oder Landwirtschaft, das Sie neugierig oder besorgt macht?

Es gibt so viel Auswahl beim Lebensmittelkauf, aber wie soll man seine Entscheidungen treffen?

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Massive Sturmschäden an einem Gebäude, zerdrücktes Auto davor
Keystone / Jean-Christophe Bott

Wie fies ist das denn? Betrüger hauen Sturmopfer in La Chaux-de-Fonds übers Ohr.

Nach dem schweren Unwetter mit Sturmböen vom 24. Juli mit einem Todesopfer und mehreren Verletzten wird in sind in der Neuenburger Stadt La Chaux-de-Fonds 64% aller Gebäude beschädigt. Jetzt wird in der Uhrenstadt aufgeräumt und repariert.

Von diesem Kuchen wollen sich auch Betrüger ein Stück abschneiden, wie der Westschweizer Fernsehsender RTS berichtet. Bei der Polizei sind bereits rund 30 Anzeigen eingegangen. Einige Betroffene sollen um mehrere tausend Franken erleichtert worden sein.

Die Masche: Die Männer bieten Aufräum- oder Reparaturarbeiten an, verlangen eine Anzahlung und machen sich mit dem Geld aus dem Staub. Nun patrouilliert die Polizei in einigen Quartieren. Sie konnte bisher drei mutmassliche Täter festnehmen.

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