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Ein Touristenboot in den Malediven

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Unter Aussenminister Ignazio Cassis weitet die Schweiz ihr diplomatisches Netz mit kleinen Inselstaaten aus. Das hat geopolitische Gründe. Aber auch handfeste Eigeninteressen.

Freundliche Grüsse aus Bern

Luftaufnahme von Male
Keystone/Tobias Friedrich

Die Bedeutung kleiner Inselstaaten nimmt für die Schweiz zu.

Aussenminister Ignazio Cassis ist in Südostasien unterwegs. Nun hat er die stellvertretende Aussenministerin des kleinen Inselstaats Niue getroffen und eine Absichtserklärung über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen unterschrieben. Niue hat 1700 Einwohner:innen.

Das mag nicht nach einem aussenpolitisch drängenden Geschäft klingen. Es passt aber zur Strategie des EDA: Vor allem mit pazifischen Inselstaaten diplomatische Beziehungen einzugehen. Die Region rückt geopolitisch vermehrt in den Fokus – die Expansionsgelüste Chinas und die Rolle der USA in der Region sind eine bedenkliche Kulisse.

Weiter unterstützt die Schweiz viele Kleinstaaten dabei in Genf Fuss zu fassen und diplomatische Vertretungen aufzubauen. Für viele von ihnen ist es eine finanzielle und logistische Herausforderung. Die Schweiz will ihnen helfen, sich mehr in der UNO einzubringen, denn sie haben vor allem in Sachen Klimawandel drängende Anliegen – der steigende Meeresspiegel lässt grüssen. Diese Unterstützung hat aber auch einen weiteren Effekt: Die Schweiz macht sich neue Freunde, die in den zahlreichen UN-Gremien ebenfalls ein Stimmrecht haben. Und eine Stimme mehr oder weniger kann manchmal den Unterschied machen.

Schild der Ruag am Hauptsitz in Bern
Keystone / Anthony Anex

Nach nur einem Jahr wird die Chefin des Rüstungsbetriebs Ruag geschasst.

Interviews können einer Person den Job kosten – selbst, wenn sie nicht erscheinen. Brigitte Beck, bisher CEO der Ruag MRO, musste bereits nach einem Jahr ihren Posten wieder abgeben. Das hängt mit Aussagen zusammen, die sie zur Schweizer Neutralität machte, und die vor einigen Monaten Gegenstand einer Mediendebatte waren.

Was sie genau sagte, war der Öffentlichkeit nicht bekannt, denn die Ruag und die Zeitung konnten sich bei der Autorisierung der Aussagen nicht einigen. An einem Podium schlug Beck danach in die gleiche Kerbe, kritisierte die Neutralitätspolitik des Bundes und gab flapsige Bemerkungen zum Gesetzesbruch (!) von sich. Das war für die Finanzexpertin vielleicht üblich in ihren vorgängigen Posten. Die Ruag ist aber eine hochpolitische Institution, der Posten der Chefin auch – da braucht es rhetorisches Feingefühl. Das – und noch ein weiteres Geschäft – wurde ihr letztlich zum Verhängnis.

Offiziell erfolgt der Rücktritt von Beck im gegenseitigen Einvernehmen. Das mag sein, von aussen wirkt es anders. Die Schweigende in dieser ganzen Debatte ist Verteidigungsministerin Viola Amherd (und eigentlich auch der Ruag-Verwaltungsrat, von dem nichts zu vernehmen ist). Bundesrätin Amherd ist bekanntlich für eine Lockerung der Waffenexport-Bestimmungen. Inwieweit hat Beck für Amherd gesprochen? Das letzte Wort in dieser Affäre ist vielleicht noch nicht gesprochen.

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Was ist der Beitrag der Swiss Abroad zur Schweiz?

Einer unserer Leser fragt, was die Auslandschweizer:innen der Schweiz zurückgeben – sagen Sie uns Ihre Meinung!

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Eine Häuserfassage mit Klimaanlagen
Istvan Balogh / Alamy Stock Photo

Wie man Wege findet, um Häuser im Sommer nachhaltig kühl zu halten.

Die Schweiz ist eines der Länder, in dem die Anzahl der Tage mit übermässig heissen Temperaturen relativ betrachtet am stärksten zunehmen wird – eine Studie geht von einem Plus von 30 Prozent aus.

Klar: Verhältnisse wie im Mittelmeer werden sich hierzulande nicht so schnell einstellen. Aber so weit muss es gar nicht kommen, damit es dort ungemütlich wird, wo wir viel Zeit verbringen: in Gebäuden. Denn die sind darauf ausgelegt, im Winter Wärme zu konservieren. Das tun sie aber auch im Sommer.

Das Gute ist: Darauf kann man Einfluss nehmen. Aber nachhaltige Lösungen zur Gebäudekühlung lassen sich nicht so schnell umsetzen. Für diejenigen, die keine Kühlsysteme haben oder die Struktur und das Design ihrer Häuser nicht ändern können, gilt immer noch der alte Rat: tagsüber die Fenster und Rollläden schliessen, nachts umgekehrt.

  • Lesen Sie hier den Beitrag meines Kollegen Luigi Jorio.
  • Mein Kollege Luigi hat letzten Sommer eindrücklich beschrieben, welche paradoxe Rolle Klimaanlagen im Klimawandel spielen – es ist kompliziert.
Eine Vignette an einer Frontschutzscheibe
© Keystone / Christian Beutler

Mit der neuen E-Vignette machen «Gschäftlimacher» Profit auf Ihre Kosten.

Seit kürzlich ist die Autobahnvignette auch digital erhältlich. Das hat auch findige Firmen auf den Plan gerufen: Anstatt für 40 Franken verkaufen sie diese für 50 oder mehr Franken – ohne zusätzlichen Mehrwert. Sie leiten die Daten der Käufer:innen an den Bund weiter und verlangen Gebühren für die Dienstleistung.

Illegal ist das nicht. Aber irreführend, sagt die Stiftung für Konsumentenschutz. Vor allem für Kund:innen aus dem Ausland ist es ein Problem, weil sie oft nicht einschätzen können, ob sie sich auf einer offiziellen Seite befinden oder nicht.

In den ersten Tagen seit der Einführung haben über 23’000 Autofahrer:innen eine E-Vignette gekauft. Wie viele davon zu viel bezahlt haben, weil sie Gebühren an einen Onlinedienstleister bezahlten, ist nicht bekannt.

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Gastgeber/Gastgeberin Samuel Jaberg

Soll die Schweiz die Zuwanderung begrenzen?

Wie erleben Sie die wachsende Bevölkerung der Schweiz? Sehen Sie für den Fachkräftemangel eine Alternative zur Zuwanderung? Ihre Meinung interessiert uns!

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