Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Die Legislatur ist fast zu Ende, lange hat sich nicht viel getan für die Auslandscheizer:innen. Doch nun sind die Parlamentarier:innen zum Schlussspurt übergegangen: In den letzten Monaten sind in Bern diverse Vorstösse für die Anliegen der Fünften Schweiz eingegangen. Falls Sie vor lauter Wahlkampf der Politik schon überdrüssig sind: Dieses Briefing hat auch noch seltene Polarlichter, eine rostige Pyramide und den Verbleib von Mr. Corona zu bieten.
Herzliche Grüsse aus Bern
Diese Vorstösse, Motionen und Fragen wurden für die Auslandschweizer:innen eingereicht.
In einem Monat wird gewählt, dann ist die Legislatur 2019 bis 2024 zu Ende. Die politischen Anliegen der Auslandschweizer:innen wurden in den letzten vier Jahren lange nicht gehört. Corona machte die Lobby-Arbeit schwer, sagt ASO-Präsident Filippo Lombardi.
Doch nun, zum Schluss der Legislatur, regnet es geradezu Vorstösse zugunsten der Auslandschweizer:innen, wie mein Kollege Balz Rigendinger schreibt. Im Mai dieses Jahres begann der Schlussspurt um die Gunst der Fünften Schweiz, die mit 227’000 wahlberechtigten Personen keineswegs eine unbedeutende Gruppe darstellt.
Die Vorstösse aus verschiedenen politischen Lagern setzen beim Thema E-Voting Druck auf oder versuchen, den Versand von Abstimmungsmaterial neu zu organisieren. Auch nach einer eigenen Krankenkasse für Auslandschweizer:innen oder ein Schweizer Flugzeug für Evakuationen wurde gefragt.
- Lesen Sie hier in unserem Artikel, welche Auslandschweizer:innen-Themen die Politiker:innen in der nächsten Legislatur beschäftigen werden.
- Dürfen Sie für Ihren Kanton einen Ständerat oder eine Ständerätin wählen? 14 von 26 Kantonen verwehren ihren Auslandschweizer:innen dieses Recht, wie Sie in diesem Artikel von CH MediaExterner Link lesen können (Paywall).
- «Schätzt die Demokratie, es gibt sie nicht überall!» Ein Auslandschweizer aus Thailand erklärt in der SRF-RundschauExterner Link, warum er kandidiert.
- Der Einsatz von KI im Wahlkampf soll deklariert werden, findet eine Allianz aus Mitte- und Linksparteien. Zwei Regierungsparteien sind dagegen – Artikel von SRFExterner Link.
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Absichtlich schräg: Der Schweizer Architekt Justus Dahinden und die Pyramide.
Pyramiden gibt es nicht nur in Ägypten, auch die Schweiz hat ein paar ganz spektakuläre Exemplare zu bieten. Entworfen wurden sie vom Schweizer Architekten Justus Dahinden, den wir in einer neuen Folge unserer Serie Schweizer Architekt:innen näher unter die Lupe nehmen.
Rechte Winkel waren Dahinden ein Graus, er setzte auf Pyramiden, Kugeln und andere Formen, die er für den Menschen natürlicher fand. Seine Entwürfe stechen ins Auge – bei einigen Betrachter:innen durchaus mit Schmerzen. Seine berühmte Pyramide an der Zürcher Seepromenade wurde als Rosthaufen bezeichnet.
Was nicht ganz falsch war, das Ferro-Haus wurde aus kontrolliert rostendem Stahl gebaut. Dahinden war sich der Wirkung seines Gebäudes bewusst und liess es während der Bauarbeiten in den 1960er-Jahren vor neugierigen Blicken verbergen. «Und als es fertig war, konnte niemand mehr etwas machen», meinte er damals zur Architekturzeitschrift «Hochparterre». Heute steht der «Rosthaufen» unter Denkmalschutz.
- Lesen Sie hier den Artikel meines Kollegen David Eugster über Justus Dahinden und seine eigenwilligen Entwürfe.
- Sie haben den Baustoff Holz neu interpretiert: Ein weiterer Beitrag unserer Architektur-Serie dreht sich um das Duo Burkhalter Sumi.
- Das Schweizer Architektenduo Herzog & deMeuron ist weltbekannt – lesen Sie hier unseren Beitrag über die Stararchitekten.
Farbiges Himmelsspektal: Polarlichter bis in die Schweiz sichtbar.
Haben Sie schon einmal Polarlichter gesehen? Ich hatte bis jetzt immer Pech. Schon mehrmals bin ich in den hohen Norden gereist und habe angestrengt in den Nachthimmel gestarrt – kein Polarlicht weit und breit.
Doch theoretisch ist es gar nicht nötig, für Nordlichter den Polarkreis zu überqueren. Manchmal ist das Naturphänomen bis in die Schweiz sichtbar. So wie in der Nacht auf heute, als der Himmel über der Schweiz ein grün-rotes Spektakel bot.
Damit die Aurora borealis, wie das Polarlicht auf der Nordhalbkugel heisst, auch bei uns zu sehen ist, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein.
- Lesen Sie hier im Artikel von WatsonExterner Link, wie es zu den Polarlichtern über der Schweiz kam und wo man sie am besten beobachten kann.
- Damit es Polarlichter gibt, braucht es starke Sonnenaktivität. Um die Sonne besser zu verstehen, wurde vor drei Jahren eine Sonde losgeschickt, wie Sie in unserem Artikel lesen können.
- Die Sonne liefert nicht nur Polarlichter, sondern auch viel Energie. Diese könnte zum Beispiel mit einer Fotovoltaikanlage über der Autobahn eingefangen werden, sagt eine Westschweizer Firma – Artikel von SWI swissinfo.ch.
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Ex-Mr. Corona in der Ukraine: Nach der Pandemie hat nun eine Frau das Leben von Daniel Koch verändert.
Sein Gesicht kennen alle, die während der Corona-Pandemie Schweizer Medien konsultiert haben: Daniel Koch war damals Leiter der Abteilung Übertragbare Krankheiten beim Bundesamt für Gesundheit und ist während dieser Zeit zu einer Art Galionsfigur geworden. Schnell war der Walliser «Mr. Corona».
Heute ist Koch im Ruhestand, aber ruhig ist er nicht. Im Interview mit CH Media resümiert er seine – durchaus umstrittenen Entscheidungen und Äusserungen während der Pandemie und bleibt gewohnt standhaft bei seiner Meinung, gibt aber auch Fehler zu. Doch Koch ist nicht bei Corona stehengeblieben.
Koch hat eine Ukrainerin geheiratet und setzt sich nun für die Ukraine ein. Er ruft die Schweizer Politiker:innen dazu auf, sich mehr für die Ukraine und gegen Russland einzusetzen.
- Daniel Koch sagt, was der Ukraine-Krieg mit der Corona-Pandemie zu tun hat – Artikel von CH Media via WatsonExterner Link.
- Dieses Gesicht kennen hoffentlich auch alle: Porträt von Bundesrätin Viola AmherdExterner Link im Tages-Anzeiger (Paywall).
- Apropos Gesundheit – morgen werden vom Bund die Krankenkassenprämien für 2024 bekanntgegeben, vielen graut es schon vor dem neusten Prämienschock. Die Zürcher Gesundheitsdirektorin wollte kürzlich die obligatorische Krankenkasse ganz abschaffenExterner Link, nun will sie die Quote von Personen, die Prämienverbilligungen erhalten, senkenExterner Link.
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