Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizer:innen
Haben Sie ihre Wahlunterlagen rechtzeitig erhalten – und wieder zurückschicken können? Am Sonntag wissen wir, wie das Schweizer Parlament für die nächste Legislatur zusammengesetzt ist.
Beste Grüsse aus Bern
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SVP als Gewinnerin, die Grünen als Verlierer: Diese Prognose für die Schweizer Wahlen am Sonntag gliedert sich in den politischen Trend, den wir aktuell in ganz Europa beobachten. Trotz diesen Verschiebungen sollen die politischen Blöcke aber laut den Vorhersagen stabil bleiben: Im linken Block würden die deutlichen Verluste der Grünen gemäss Wahlbarometer des Umfrageinstituts Sotomo etwas von den Gewinnen der SP abgeschwächt werden. Und im rechten Block wird der Gewinn der SVP durch den prognostizierten Verlust der FDP etwas verringert, was in einem Mini-Rechtsrutsch resultieren würde.
Erwartet uns also ein ebenso unspektakulärer Wahlsonntag wie es bereits der Wahlherbst war? Vielleicht, aber Überraschungen sind immer möglich. Fallen beispielsweise die Grünen unter die 10% Marke, würde dies eine Kandidatur für den Bundesrat wohl ausschliessen. Auf der anderen Seite könnte die SVP die 30% Hürde erreichen, was noch keine Schweizer Partei je geschafft hat.
Besonders das Rennen zwischen Mitte und FDP könnte spannend werden. Wenn die Mitte die FDP überholt, rückt die Diskussion über die Zusammensetzung des Bundesrats wieder in den Vordergrund.
Wir halten Sie am Wahlsonntag ab 12.00 Uhr über die neusten Resultate, Entwicklungen und Einschätzungen via App «SWIplus» und unsere Webseite sowie über die Sozialen Medien auf dem Laufenden. Zusätzlich übertragen wir via App und Website die Wahlsendungen von SRF auf Deutsch, von RTS auf Französisch und von RSI auf Italienisch.
- Wie funktionieren die Parlamentswahlen in der Schweiz? Unser Erklärvideo.
- Hier finden Sie, was SWI swissinfo.ch-Mitarbeitende aus aller Welt zu den Eidgenössischen Wahlen sagen.
- Nicht alle Auslandschweizer:innen haben ihre Wahlunterlagen rechtzeitig erhalten. Wir haben bei den Kantonen nachgefragt, wann sie die Unterlagen verschickt haben.
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Hexen: Zwei Mitarbeitende des Staatsarchivs räumen mit Vorurteilen auf
Graues Wetter, die Blätter fallen von den Bäumen und Halloween steht vor der Tür: Es ist wieder Hexensaison. Nicht nur auf Social Media erfreuen sich Hexen wachsender Beliebtheit, diverse Städte bieten Hexenrundgänge an und Museen Einblicke in Dokumente zu Hexenprozessen.
Zwei Mitarbeitende des Staatsarchivs Fribourg haben sich durch die Register und Dokumente zu 360 solcher Hexenprozesse gearbeitet. Im Artikel von Kollege Olivier Pauchard räumen sie mit Vorurteilen auf. So wurden beispielsweise die meisten Prozesse von weltlichen Gerichten geführt – und nicht von der Kirche.
Das Ausmass war je nach Kanton unterschiedlich. Wo die Macht nicht gesichert gewesen sei, wie etwa im Waadtland unter bernischer Herrschaft, nutzten die Richter ihre Kompetenzen im Kampf gegen die Hexerei. «Es ist typisch: Je weniger Macht man hatte, desto mehr nutzte man sie«, sagt einer der beiden Mitarbeitenden.
- Lesen Sie den ganzen Artikel Das wahre Gesicht der Hexen (und Hexer) auf SWI swissinfo.ch
- Ein Gespräch mit der moderne Hexe Wicca Meier-SpringExterner Link lesen Sie auf SRF.
- Dass auch Kinder als Hexen verurteilt wurdenExterner Link, lesen Sie im Bund. (Paywall)
Wie steht es um die Hotellerie in der Schweiz?
Die Pandemie hatte auch dem Schweizer Hotelgewerbe zugesetzt. Dass die Branche sich wieder erholt hat, zeigen die Zahlen des Jahres 2022 mit mehr als 38 Millionen Übernachtungen. Und auch in diesem Jahr deutet alles darauf hin, dass ein neuer Rekord aufgestellt wird.
Andreas Züllig ist Präsident von HotellerieSuisse, dem Dachverband der Branche. Im Interview mit SWI swissinfo.ch zeigt sich Züllig zuversichtlich über die Zukunft seiner Branche. Herausforderungen sieht er vor allem in den hohen Kosten und Arbeitskräftemangel.
Dass besonders Schweizer Luxushotels von ausländischen Unternehmen erworben wurden, ist für Züllig dagegen ein gutes Zeichen: Es sei «positiv zu sehen, dass diese Investor:innen die Renovierung von wahren Juwelen aus der Pionierzeit des Tourismus wie dem Hotel Schweizerhof in Bern oder dem Hotel Bürgenstock oberhalb des Luzerner Sees in Angriff nehmen.»
Züllig äussert sich weiter zu den überteuerten Hotels während des Weltwirtschaftsforums in Davos (WEF) – «Wenn es eine sehr hohe Nachfrage gibt, wie in Davos während des WEF, sind hohe Preise absolut normal» – und zur Hotelfachausbildung in der Schweiz – «Die duale Ausbildung funktioniert sehr gut, vor allem in der Deutschschweiz».
- Lesen Sie das Interview «Zum Glück gibt es in der Schweiz keine Kreuzfahrtschiffe» auf SWI swissinfo.ch
- Wie sich die Schweizer Hotellerie von der Pandemie erholt hatExterner Link, können Sie auf SRF nachlesen.
- Was die Branche mit dem MilitärExterner Link zu tun hat, können Sie in dieser Recherche von «NZZ am Sonntag» lesen. (Paywall)
Sie suchen den Rausch des Fliegens in Lauterbrunnen
Suchen Sie gerne einen Adrenalin-Kick? Ich muss zugeben, mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug zu springen, seht schon lange auf meiner To-Do-Liste. Was ich dagegen nicht einmal für Geld machen würde, ist Basejumping.
Dieses Jahr sind bereits 600 Basejumper für ihr Hobby in die Schweiz gereist, schreibt heute der Tages-Anzeiger. Ein Rekord. Besonders Lauterbrunnen ist weltweit unter Basejumper beliebt. Wegen der Todesfälle, die der Sport mit sich zieht, wurden allerdings Forderungen nach einem Verbot gestellt. Dies hält der Lauterbrunner Gemeindepräsident Karl Näpflin für kontraproduktiv. Denn gesprungen würde trotzdem. Deswegen setzt die Gemeinde auf Regelungen.
Auch die Air Glaciers, die oft bei Abstürzen in Lauterbrunnen zum Einsatz kommt, hat gewisse Abmachungen mit den Extremsportlern getroffen. So müssen diese zwei Minuten vor Absprung bei der Basis anrufen, wenn sie im Flugraum der Helikopter springen. Um Kollisionen zu vermeiden. Bis zu 170 solche Anrufe würden an Spitzentagen eingehen.
- Einen spannenden Einblick in die Welt der Extremsportler finden Sie im Artikel «Sie springen in die Tiefe – und riskieren ihr LebenExterner Link» im Tages-Anzeiger.
- Auch Swissinfo hat vor einem Jahr zum Basejump-Mekka Lauterbrunnen berichtet.
- Um Extremsport geht es auch in diesem Artikel von SRF. Allerdings nicht um Basejumping, sondern um die Frage, was intensive Dauerbelastung mit unserem Körper machtExterner Link.
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