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dunkelroter italienischer Pass über roten Schweizerpässen

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Heute dreht sich das Briefing um Doppelungen. Im Schweizer Parlament haben mehrere Politiker:innen eine doppelte Staatszugehörigkeit. Das gefällt nicht allen. Und dann geht es noch um Doppelnamen. Diese sollen in der Schweiz offiziell wieder eingeführt werden – und das nicht nur für Paare.

Herzliche Grüsse aus Bern

die Rücken von Schweizer Pässen
Keystone

Doppelte Staatsbürgerschaften im Parlament: Der SVP ein Dorn im Auge.

Haben Sie eine zweite Staatsbürgerschaft? Falls ja, welcher Nation fühlen Sie sich mehr verbunden?

In der Schweiz haben fast 20% der Gesamtbevölkerung einen zweiten Pass in der Schublade. Meine Kolleginnen Katy Romy und Pauline Turuban haben das aktuelle Schweizer Parlament unter die Lupe genommen, um herauszufinden, welche Personen dort eine zweite Staatsbürgerschaft besitzen: Es sind 24 Personen, also etwa 10 Prozent. Also deutlich weniger als in der Gesamtbevölkerung der Schweiz.

Die zweite Staatsbürgerschaft von Politiker:innen hat in der Schweiz immer wieder für Diskussionen gesorgt. Die SVP würde sie am liebsten verbieten, da sie Interessenkonflikte fürchtet. Doch auch in der rechtsbürgerlichen Partei gibt es Mitglieder mit mehr als einem Pass. Ignazio Cassis (FDP) hat vor seiner Wahl in den Bundesrat seinen italienischen Pass aufgegeben, damit er sich die Stimmen aus dem rechten Lager sichern konnte.


Kind weint
Imagepoint

Erstmals in der Schweiz: Bundesrat will Doppelnamen für Kinder einführen.

Vor kurzem habe ich mich mit einer Freundin getroffen, die aus Chile zu Besuch in der Schweiz war. Sie hat zwei Nachnamen, den ihres Vaters und den ihrer Mutter. Was in Chile ganz normal ist, war in der Schweiz bis jetzt nicht erlaubt. Doch das könnte sich bald ändern.

Mit dem revidierten Namensrecht soll es möglich sein, dass Kinder die Namen beider Elternteile tragen – auch wenn diese nicht verheiratet sind. Und auch verheiratete Paare sollen einen Doppelnamen führen können.

Kurzer Blick zurück: Doppelnamen für Paare gab es vor 2013 schon einmal, diese wurden aber mit dem damals eingeführten Namensrecht abgeschafft. Im Sinne der Gleichberechtigung wurde der Name der Frau demjenigen des Mannes gleichgestellt, Paare mussten sich für einen Familiennamen entscheiden. Und wie die Zahlen zeigen, hat nur eine geringe Zahl der Männer von diesem neuen Instrument der Emanzipation Gebrauch gemacht.

Doch ganz glücklich wurden die Paare mit dieser Lösung auch nicht, es blieb der Wunsch von Familien, beide Nachnamen weiterhin führen zu können. Deshalb soll das Namensrecht erneut revidiert werden. Wie er heute mitgeteilt hat, befürwortet der Bundesrat Doppelnamen für Paare und ihre Kinder.

ältere Frau hält Brille in der Hand
Christof Schuerpf

Was Sie über die Eidgenössischen Volksabstimmungen vom 3. März wissen müssen.

Hätten Sie lieber eine 13. AHV-Rente oder würden Sie lieber bis 66 Jahre arbeiten? Oder beides zusammen? Die Schweizer Stimmbevölkerung hat die Wahl, am 3. März wird abgestimmt.

Damit Sie alle wichtigen Informationen zur kommenden Abstimmung haben, hat mein Kollege Samuel Jaberg für Sie einen Fokus angelegt, wo Sie alle unsere Artikel zum Thema finden. Wir stellen Ihnen die beiden Initiativen vor, die am 3. März zur Abstimmung stehen.

Wir blicken aber auch zurück auf die Reformen, welche das Sozialversicherungswerk in der Vergangenheit schon erlebt hat. So haben die Schweizer Stimmbürger:innen erst im Jahr 2022 entschieden, das Rentenalter für Frauen auf 65 Jahre zu erhöhen. Es lohnt sich, sich in das Thema einzulesen. Die Abstimmung vom 3. März wird nicht die letzte zur AHV sein.

Mehr

Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Katy Romy

Sind Sie im Rentenalter ausgewandert, weil Sie in der Schweiz nicht über die Runden kommen?

Jedes Jahr ziehen Schweizer:innen ins Ausland, um finanziellen Schwierigkeiten in der Schweiz zu entgehen. Sind Sie auch in dieser Situation?

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Schweizer Fahne vor Berg
© Keystone / Christian Beutler

Auf dem letzten Platz: Die Schweiz schneidet bei der Gastfreundlichkeit schlecht ab.

Ich muss sagen, dass diese Meldung mich nicht sehr überrascht hat: Die Schweiz belegt bei einem Ranking für gastfreundliche Länder den letzten Platz. Immer wieder liest man von Expats und Migrant:innen, die sich in der Schweiz nicht wohl fühlen. Und auch ich habe schon von Leuten gehört, die ihre Skiferien in Österreich verbringen, weil der Service dort freundlicher sei. Vielleicht liegt es auch am Eurokurs, Apfelstrudel und Knödeln.

Auf jeden Fall hat 20 Minuten über das Ranking, das vom Ferienportal Holidu stammt, berichtet. Untersucht wurden insgesamt sieben Kriterien: Anzahl Tourist:innenankünfte, Englischkenntnisse, Familienfreundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Taxiservice-Qualität, Bewertungen der Top-Sehenswürdigkeiten und das Risiko für Taschendiebstähle.

Den letzten Rang hat sich die Schweiz mit dem schlechten Service von Taxi-Fahrer:innen eingefahren, und auch die fehlende Hilfsbereitschaft der Bevölkerung hat uns zum Schlusslicht gemacht.

Mit diesem Resultat konfrontiert, sagt Schweiz Tourismus, dass ihrer Gästebefragung 2017 über 80 Prozent der Befragten zufrieden waren mit der Gastfreundlichkeit in der Schweiz.

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