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Blick auf eine grüne Wiese und das CERN

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Das CERN schmeisst Wissenschaftler:innen raus, die Migros entlässt Personal und Taiwan bekämpft Desinformation. Das heutige Briefing kommt etwas schwer daher – mit immerhin einer hoffnungsvollen Geschichte zum Abschluss.

Freundliche Grüsse aus Bern

Der ehemalige russische Premierminister Dmitri Medwedew, rechts, und CERN-Direktorin Fabiola Gianotti in Genf, Juni 2019.
Der ehemalige russische Premierminister Dmitri Medwedew und CERN-Direktorin Fabiola Gianotti in Genf, Juni 2019. Keystone

Das CERN hat seine Zusammenarbeit mit Russland beendet. Das sorgt auch für Kritik.

Das Kernforschungszentrum CERN in Genf ist eine Erfolgsgeschichte der internationalen Zusammenarbeit. Gegründet auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, sollten sich dort Wissenschaftler:innen aus aller Welt unbehelligt von der politischen Konstellation elementaren Fragen der Physik widmen.

Das Zentrum hat kürzlich die Zusammenarbeit mit Russland und Belarus beendet – und manche Wissenschaftler:innen sprechen von einem gefährlichen Präzedenzfall, der am Ende Putin nütze. Die wissenschaftliche Community möchte, dass ihre Forschung nicht politisiert wird.

Den Beschluss fasste der Rat des CERN, der sich aus je zwei Delegierten der 23 Mitgliedstaaten zusammensetzt ‒ mit je einem politischenund einem wissenschaftlichen Hintergrund. Auch hier hat also der russische Überfall auf die Ukraine seine Spuren hinterlassen.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Luigi Jorio

Was tut Ihr Land, um Sie vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen?

Der EGMR hat entschieden, dass die Schweiz die Menschenrechte ihrer älteren Bürger verletzt, weil sie nicht genug gegen den Klimawandel unternommen hat.

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Blick in eine Migros-Filiale
sda-ats

Die Migros baut 150 Vollzeitstellen in Zürich ab.

Wie bereits angekündigt, beginnt die Migros Supermarkt AG mit den Kündigungen. Heute informierte sie die Belegschaft. Demnach sind Mitarbeitende am Migros-Hauptsicht am Limmatplatz in Zürich in erster Linie betroffen – es geht um 150 Vollzeitstellen in der Verwaltung (die rund 1000 Angestellte zählt).

Danach wird es allerdings weitergehen. Im Zuge der neuen Unternehmensstruktur sollen total 1500 Arbeitsplätze gestrichen werden, wie die Migros im Februar mitteilte. Zudem sollen Tochterunternehmen wie Hotelplan, Mibelle, Melectronics und SportX verkauft werden.

Der Umbau findet auch sonst statt: Der Essenslieferdienst FoodNow wird eingestellt, und die Nährwert-Kennzeichnung Nutri-Score wird abgeschafft. Zudem gibt es Änderungen auf Management-Ebene. Das Ladenpersonal gehört nicht zur Supermarkt AG. Dieses ist bei den einzelnen Genossenschaften angestellt.

Die damalige taiwanesische Präsidentin Tsai Ing-wen spricht im Wahlkampf, Anfang Januar 2024, über chinesischen Druck – auch mittels Fake News.
Die damalige taiwanesische Präsidentin Tsai Ing-wen spricht im Wahlkampf, Anfang Januar 2024, über chinesischen Druck – auch mittels Fake News. KEYSTONE/Copyright 2024 The Associated Press. All rights reserved

Taiwans Kampf gegen Desinformationen – und was die Schweiz lernen kann.

In Taiwan beschäftigen sich mehrere Dutzende professionelle Organisationen mit Desinformation im digitalen Raum. Und sie haben viel zu tun. Laut einer Studie ist Taiwan heute das “am stärksten von ausländischen Desinformationsanstrengungen betroffene Land”.

Der Grund dafür ist in der Geschichte und der Geopolitik zu finden: Die benachbarte Volksrepublik China erhebt seit ihrer Gründung 1949 Anspruch auf Taiwan.

Hinzu kommt die wirtschaftliche Bedeutung der sechszehntgrössten Handelsnation, die im Zentrum globaler Versorgungsketten und Seehandelsrouten liegt.

Die Schweiz ist im Vergleich dazu (noch) wenig von Desinformationen betroffen. Das Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft (Fög) an der Universität Zürich empfiehlt dennoch die Schaffung einer unabhängigen Monitoringstelle.

  • Lesen Sie hier den Bericht meines Kollegen Bruno Kaufmann aus Taiwan.
  • Explainer: Warum ist Taiwan so wichtig für die Welt?

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Bruno Kaufmann

Wie gehen Sie gegen Fake News und Desinformation vor?

Wo begegnen Ihnen Fake News? Welche Strategien gegen Fake News gibt es in Ihrem Wohnland?

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Vor dem Eingang der WHO
sda-ats

Schweizer wird als einer der hundert wichtigsten Menschen im Bereich Gesundheit ausgezeichnet.

Sagt Ihnen die Tropenkrankheit Noma etwas? Vermutlich nicht. Dennoch ist diese Infektionskrankheit für vielleicht 100’000 Tote jährlich verantwortlich, vor allem Kinder. Genaue Zahlen hat man nicht, denn sie kommt vor allem in armen Weltregionen vor. Und ist darum schlechter erforscht und für Pharmafirmen weniger interessant (da weniger lukrativ).

Der in Burkina Faso geborene Fidel Strubs litt als Kind unter Noma, musste mehrmals operiert werden, auch in der Schweiz, wo er von einem Genfer Paar adoptiert wurde. Nebst starken Schmerzen hinterliess ihm die Krankheit auch einen deformierten Körper.

Strubs kämpft seit Jahren dafür, dass zu dieser Tropenkrankeit geforscht wird. Ende 2023 gelang es ihm mit zahlreichen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, dass die Welt­gesund­heits­organisation Noma auf die Liste der vernachlässigten Krankheiten setzte. Das Times Magazine hat ihn deshalb auf seine Liste der hundert wichtigsten Menschen im Bereich Gesundheit aufgenommen.

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