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Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Haben Sie in Ihrer Schulzeit etwas über Demokratie und politische Systeme erfahren? In Taiwan ist Demokratiebildung ein Hauptfach. Mein Kollege Bruno Kaufmann hat sich den Unterricht vor Ort angeschaut.

Herzliche Grüsse aus Bern

ein klassenzimmer in taiwan
Jimmy Beunardeau / AFP

Schule als Überlebensstrategie: Demokratiebildung ist in Taiwan ein eigenes Fach.

Kaum ein anderes Land weltweit investiert derart viel Ressourcen in die Demokratiebildung wie Taiwan, schreibt mein Kollege Bruno Kaufmann. Er ist für SWI swissinfo.ch nach Taiwan gereist und hat verschiedene Schulen besucht.

Auf verschiedenen Schulstufen besuchen die Schüler:innen «Demokratiebildung» als Hauptfach. Beim Besuch des SWI-Reporters merken die Jugendlichen, dass die von ihnen favorisierten Politiker:innen sich nicht unbedingt für die Themen einsetzen, die ihnen wichtig sind. «Lasst euch nicht täuschen», sagt die Lehrerin.

In der Schweiz ist die politische Bildung kein eigenes Fach, sondern wird fächerübergreifend gelehrt. Viele seien überzeugt, dass es reicht, wenn das Wissen zuhause am Küchentisch vermittelt wird, sagt die Schweizer Bildungsexpertin Petra Huth. Die beiden Haltungen erklärt sie sich mit der Lage der Schweiz, in der man sich, umgeben von der «friedlichen Europäischen Union», keine Sorgen zur Demokratie machen müsse. In Taiwan dagegen werde sie quasi als Überlebensstrategie im Kontext einer unfreundlichen und autokratisch dominierten Nachbarschaft betrachtet.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Bruno Kaufmann

Wie kann die Demokratiebildung an Schulen gestärkt werden?

Soll die politische Bildung in Sekundarschulen zu einem obligatorischen Fach werden? Nehmen Sie an der Diskussion teil.

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Claudia Sheinbaum an einem Wahlanlass
Keystone

Mexiko wählt wahrscheinlich seine erste Präsidentin – kann sie die Gewaltspirale stoppen?

In Mexiko wird wahrscheinlich bald die erste Frau zur Präsidentin gewählt. Zwei Kandidatinnen schwingen obenauf, Claudia Sheinbaum hat momentan die grösseren Chancen. Mein Kollege Benjamin von Wyl hat Yanina Welp, Expertin für Populismus in Lateinamerika gefragt, was sich mit einer Präsidentin ändern würde.

Der aktuelle Präsident Andrés Manuel Lopez Obrador hat ein aggressives und polarisierendes Auftreten, er greift seine Gegner:innen verbal an. Welp erwartet, dass sich das unter Sheinbaum ändern wird. «Das Ausmass der Polarisierung wird sinken», sagt sie.

Ein aggressiver Stil, wie Lopez Obrador ihn pflegt, hat auch Auswirkungen auf die Gesellschaft, in der symbolische und physische Gewalt omnipräsent sind. Da wird Sheinbaum allein mit einer milderen Rhetorik auch nicht viel bewirken können. Doch «ein Ende der verbalen Gewalt ist ein Schritt, um die Dominanz der physischen Gewalt zu beenden», sagt Welp.

ein kleiner See in grüner Landschaft
Keystone

Kraftorte in der Schweiz: Was ist daran und wo sind sie?

Wissen Sie, was ein Kraftort ist? Viele Menschen glauben, dass es an Kraftorten eine «erhöhte natürliche Energie» gebe. Manche Leute wollen diese gar spüren, zum Beispiel als Kribbeln an den Händen. Mit Wünschelruten und Pendeln wird die Erdstrahlung an solchen Orten in Bovis-Einheiten gemessen. Die Methode ist allerdings nicht naturwissenschaftlich anerkannt.

SRF stellt in einer schönen Übersicht Kraftorte in der Schweiz vor. Einige davon sind auch schon unseren Vorfahren aufgefallen. So sollen zum Beispiel schon die Kelten bei den Engstligenfällen ob Adelboden Gottheiten verehrt haben.

Auch von Menschenhand Erbautes kann ein Kraftort sein, zum Beispiel ein Kloster wie die Abtei Romainmôtier im Kanton Waadt. Unbestritten ist, dass die Kraftorte wie der Moorsee Etang de la Gruère, der unterirdische See St. Léonard im Kanton Wallis oder der Creux du Van im Jura wunderschöne Naturschauspiele bieten, egal wie stark das Pendel schwingt. Haben Sie einen persönlichen Kraftort im Land, in dem Sie leben?

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Ying Zhang

Welche Massnahmen wurden getroffen, um an Ihrem Wohnort Überschwemmungen vorzubeugen?

Haben Sie selbst schon eine Überschwemmung erlebt und betreibt Ihr Wohnland den Hochwasserschutz entschieden genug?

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Susanne Wille
Keystone / Alessandro Della Valle

Susanne Wille ist die neue Generaldirektorin der SRG.

Die Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG), zu der auch SWI swissinfo.ch gehört, hat eine neue Chefin. Am Wochenende wurde Susanne Wille zur neuen Generaldirektorin der SRG gewählt.

Die 50-jährige Aargauerin wird Nachfolgerin von Gilles Marchand. Marchand hat Anfang Jahr seinen vorzeitigen Rücktritt bekanntgegeben. Grund dafür ist die Abstimmung zur Initiative «200 Franken sind genug» zur Senkung der Radio- und Fernsehabgaben, über die voraussichtlich 2026 abgestimmt wird. Damit nicht mitten in der Abstimmungsperiode eine Nachfolge gesucht werden muss, hört Marchand schon früher auf und Wille tritt ihre neue Stelle am 1. November 2024 an.

Susanne Wille ist als Moderatorin und Reporterin der Nachrichtensendung «10 vor 10» berühmt geworden, seit 2020 leitet sie die Abteilung Kultur der SRG. Auf sie wartet nun eine herausfordernde Aufgabe. Sie muss im Abstimmungskampf das Schweizer Stimmvolk überzeugen, die Initiative abzulehnen.

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