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Männer tragen Röcke

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Die Börsen sind weltweit auf Talfahrt, die US-Zölle beschäftigen die Schweiz weiter und beherrschen die Schlagzeilen.

Aber auch abseits dieser Themen gibt es in den Schweizer Medien einiges zu entdecken. Heute gebe ich Ihnen einen Überblick über weitere Ereignisse, welche die Nation bewegen.

Herzliche Grüsse aus Bern 

Luftaufnahme auf Brienz-Brinzauls GR.
Am 15. Juni 2023 erreichte ein Schuttstrom beinahe das damals evakuierte Dorf in Brienz-Brinzauls GR. Keystone / Gian Ehrenzeller

Fast jedes sechste Wohnhaus in der Schweiz steht gemäss einer Studie der Zürcher Kantonalbank in einem von Naturgefahren bedrohten Gebiet. Besonders betroffen sind die Kantone Glarus (48%), Wallis (36%) und Schwyz (30%). 

Hochwasser ist mit Abstand die grösste Bedrohung, gefolgt von Rutschungen. Diese würden auch zahlreiche Wohngebäude im Kanton Basel-Landschaft bedrohen, einer Region, in der man dies aufgrund der Geländebeschaffenheit nicht vermuten würde. 

Im Tessin liegen vergleichsweise wenige Wohngebäude in gefährdeten Zonen. Wenn sie allerdings in einer solchen liegen, sind die betroffenen Gebäude oft stärker gefährdet, mit 46% in mittleren bis erheblichen Gefahrenstufen. 

Die Gefahrenstufe ist gemäss Studie schweizweit meist gering (62%) oder mittel (34%). Jedes 125. Wohngebäude in der Schweiz liege jedoch in Zonen mit erheblichen Gefahren. Für die Studie wurde die Bedrohung der Wohngebäude anhand der Gefahrenkarten von 21 Kantonen ausgewertet. 

Portrait Karin Keller-Suter
Die Bundespräsidentin und Finanzministerin Karin Keller-Sutter reist am Freitag an das Treffen des EU-Rats für Wirtschaft und Finanzen in Warschau. Keystone / Christian Beutler

Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter nimmt am Freitag am informellen Treffen des EU-Rats für Wirtschaft und Finanzen (Ecofin) in Warschau teil. Das Treffen dient dem europäischen Austausch über internationale Finanz- und Steuerfragen. Es ist das erste Mal, dass die Schweiz an einem EU-Ministertreffen teilnimmt. 

Beim so genannten Ecofin-Treffen sollen die Ministerinnen und Minister über die Folgen der US-Zollpolitik für Europa diskutieren, wie aus dem Einladungsschreiben der polnischen EU-Ratspräsidentschaft hervorgeht, das der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vorliegt. Handelskriege hätten negative Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt. Die EU müsse darauf mit dem Abbau noch bestehender Handelsbarrieren im Binnenmarkt reagieren. 

Am zweiten Tag des Treffens soll auch der Vorschlag für einen europäischen Verteidigungsfonds aufs Tapet kommen. Das vorgeschlagene Vehikel würde als exklusive Quelle für Planung, Beschaffung und Finanzierung in bestimmten strategischen Bereichen dienen. Es stünde auch Nicht-EU-Ländern offen, wobei Mitgliedsbeiträge in Form von Quoten vorgesehen wären. 

Das eidgenössische Finanzdepartement sagte auf Anfrage der Neuen Zürcher Zeitung, dass sich die Schweiz bei diesem Treffen nicht an Diskussionen über einen europäischen Verteidigungsmechanismus beteiligen werde. Im Verteidigungsdepartement hiess es, man prüfe laufend, inwiefern neue Initiativen von Interesse sein könnten. Und: «Bezüglich eines allfälligen Rüstungsfonds liegt noch keine Beurteilung vor.» 

Menschen räumen nach dem Erdbeben vom 28. März in Naypyitaw, Myanmar, die Trümmer beschädigter Gebäude auf.
Menschen räumen nach dem Erdbeben vom 28. März in Naypyitaw, Myanmar, die Trümmer beschädigter Gebäude auf. Copyright 2025 The Associated Press. All Rights Reserved.

Ein Erdbeben der Stärke 7,7 erschütterte Ende März Südostasien. Besonders betroffen ist Myanmar. Die humanitäre Lage ist katastrophal. Deshalb organisierte die Glückskette heute zusammen mit der SRG einen nationalen Solidaritätstag zugunsten der Opfer. 

Es wird für die Erdbebenopfer in Südostasien gesammelt. Die Glückskette engagiert sich dort, wo die humanitäre Not am grössten ist und wo sie in Zusammenarbeit mit ihren Schweizer Partnerorganisationen rasch und effizient Hilfe leisten kann. Zurzeit ist die Not in Myanmar besonders gross

Zehn Tage nach dem schweren Erdbeben in Myanmar steigt die Zahl der Toten weiter. Bisher seien 3514 Leichen geborgen worden, 210 Menschen würden noch vermisst, teilte die regierende Militärjunta mit. Helfende und Augenzeugen befürchten jedoch, dass die tatsächliche Zahl der Toten noch viel höher sein könnte, schreibt die Agentur Keystone-SDA. Hinzu kommen die Probleme des Bürgerkriegs, wovon auch der humanitäre Zugang betroffen ist, und die anstehende Regenzeit. Bereits seit dem ersten Aprilwochenende gibt es heftige Regenfälle, welche die Arbeit der Helfer behindern und die Situation für die Betroffenen noch dramatischer machen. 

Die Glückskette wurde 1946 von der SRG gegründet und sammelt seit bald 80 Jahren Spenden für Menschen in Not in der Schweiz und im Ausland

Männer in Röcken tragen ein Transparent
Rund 40 Männer versammelten sich heute Morgen am Bahnhof Stadelhofen zum «Rethink Masculinity Day». Keystone / Michael Buholzer

Haben Sie schon einmal vom «Rethink Masculinity Day» gehört? Ich muss gestehen, ich habe heute zum ersten Mal davon gehört. Heute setzen Männer in grösseren Schweizer Städten ein Zeichen für vielfältige Männlichkeit und tragen Röcke. Am «Rethink Masculinity Day» wird das traditionelle Bild von Männlichkeit hinterfragt.

In einer Zeit, in der Männer wie Donald Trump oder Elon Musk wieder das Bild des starken, maskulinen Mannes propagieren, trafen sich in Bern, Zürich und Basel in den frühen Morgenstunden des 8. April Männer, um den «Rethink Masculinity Day» zu feiern. Sie taten dies in Röcken bekleidet. 

Das Kleidungsstück sei bewusst provokativ gewählt, sagt Jan Lindner in der Berner Zeitung / Der Bund. Er ist Teil des Vereins «die Feministen», die mit dieser Aktion sensibilisieren und mobilisieren wollen und damit schweizweit Debatten über Männlichkeit anstossen. 

Wann ist ein Mann ein Mann? «Es gibt wenige Arten von Männlichkeiten, die in der Gesellschaft akzeptiert sind», sagt Lindner. Das langläufige Männlichkeitsbild zerbreche schon an einem einfachen Kleidungsstück. Es ist also Zeit die Geschlechterstereotypen zu hinterfragen.

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