Täter flüchten nach Bankomatsprengung in Allschwil BL
In Allschwil BL haben Unbekannte in der Nacht auf Donnerstag einen Bankomaten gesprengt. Verletzt wurde niemand, es entstand jedoch erheblicher Sachschaden. Danach seien die Täter in Richtung Frankreich geflüchtet.
(Keystone-SDA) Kurz nach 03.45 Uhr gingen bei der Polizei mehrere Meldungen über laute Detonationen in Allschwil BL ein, wie die Kantonspolizei Basel Landschaft am Donnerstag mitteilte. Die ausgerückten Beamten stellten fest, dass in einer Bankfiliale an der Baslerstrasse ein Bankomaten in einem Vorraum der ansässigen Bankfiliale gesprengt worden war.
Es sei grosser Sachschaden am Automaten und am Gebäude entstanden. Die Täterschaft flüchtete laut Mitteilung mit einem Fahrzeug in Richtung Grabenring/Frankreich. Angaben zur Täterschaft oder zur Höhe des erbeuteten Geldbetrags konnten zunächst nicht gemacht werden.
Der Bereich um den Tatort musste für die Tatbestandsaufnahme grossräumig abgesperrt werden. Die Bundesanwaltschaft habe die Leitung der Ermittlungen übernommen und arbeite mit der Polizei Basel-Landschaft und dem Bundesamt für Polizei (fedpol) zusammen.
Im Einsatz standen laut Mitteilung die Stützpunktfeuerwehr Allschwil, der Sanitätsdienst, Spezialisten für Brände und Explosionen der Kantonspolizei Bern, Spezialisten des Entschärfungsdienstes des Forensischen Instituts Zürich sowie die Polizei Basel-Landschaft.
Anzahl Sprengungen rückläufig
In der Schweiz kam es dieses Jahr schon zu anderen Bankomat-Sprengungen, darunter in Breitenbach SO und Genolier VD.
Die Zahl der Sprengstoffanschläge auf Geldautomaten in der Schweiz ist indes 2025 stark zurückgegangen. Der Bund sieht sich bestätigt, dass die Strafverfolgung und die Prävention zunehmend funktionieren.
Im Jahr 2024 wurden 48 Bankomat-Anschläge registriert. Von Januar bis Anfang Dezember 2025 waren es noch 23 solcher Fälle – ein Minusrekord seit Beginn des Jahrzehnts.