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Tausende an Nahost-Demonstration in Bern

Die Demonstration in Bern ging ruhig über die Bühne.

(Keystone)

An einer Friedenskundgebung in Bern haben über 7000 Personen teilgenommen. Protestiert wurde besonders gegen die israelische Aggression im Gaza-Streifen, aber auch gegen Raketenangriffe der Hamas.

Die Kundgebung forderte den sofortigen Stopp der kriegerischen Handlungen in Gaza und in Israel sowie den sofortigen Rückzug Israels aus allen besetzten palästinensischen Gebieten, namentlich aus dem Gaza-Streifen.

Die Demonstrierenden, unter ihnen auch viele Familien mit Kindern, führten Friedens- und Palästinafahnen mit sich. Auf Transparenten war zu lesen: "Peace Now" oder "Killing is not a Solution".

Guy Bollag von der Organisation "Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina" sagte, auf der ganzen Welt gebe es Juden, die gegen diesen Krieg seien.

"Wir sind besorgt, traurig und wütend über die Eskalation der Gewalt." Bollag verurteilte auch die Angriffe der Hamas auf Israel.

Ueli Leuenberger, Präsident der Grünen Schweiz, betonte: "Wir verabscheuen jegliche militärische Gewalt, die Zivilisten trifft." Der Bundesrat solle sich bei der israelischen Regierung für ein Ende der Gewalt einsetzen.

Breit abgestützt

Über 50 Organisationen, darunter die Grünen und die SP, hatten zu der Kundgebung aufgerufen. Der Aufruf solidarisiert sich mit "sämtlichen zivilen Opfern" des Konflikts, benennt aber die "israelische Besatzungs- und Blockadepolitik" als Hauptverantwortliche des jüngsten Krieges.

Die Organisatoren unter Federführung der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) hatten ihren Aufruf mit einem Verhaltenskodex verbunden.

Sie wünschten sich eine "friedliche und verantwortungsvolle" Kundgebung. Jede Form von Rassismus und Antisemitismus werde von der Demonstration verbannt, hiess es.

Die Teilnehmenden verhielten sich denn auch friedlich, wie die Kantonspolizei Bern bestätigte. Als zwei Männer, die auf eine Absperrung geklettert waren, Fackeln anzündeten, wurden sie von der Menge ausgepfiffen.

Gegen 17 Uhr lichtete sich das Gedränge vor dem Berner Münster und die Kundgebung löste sich auf.

Internationaler Protest

Auch in anderen europäischen Ländern haben am Samstag Zehntausende gegen die israelische Angriffe im Gazastreifen demonstriert.

In London wurden mehrere zehntausend Demonstranten gezählt. Zu den Unterstützern gehörten Londons Ex-Bürgermeister Ken Livingstone und der Musiker Brian Eno.

In Deutschland beteiligten sich in mehreren Städten tausende Menschen an Kundgebungen gegen die israelische Offensive, allein im Ruhrgebiet waren es 10'000.

In der französischen Hauptstadt Paris gingen mehrere zehntausend Menschen gegen die israelische Offensive im Gazastreifen auf die Strasse.

In der griechischen Hauptstadt Athen sowie in der Hafenstadt Thessaloniki protestierten rund 2000 Personen gegen die Vorgänge im Gazastreifen.

swissinfo und Agenturen

Gaza-Konflikt

Zum Beginn der dritten Woche ihrer Militäroffensive im Gazastreifen hat die israelische Armee verstärkte Angriffe auf Waffenlager und Tunnel radikaler Palästinenser angekündigt.

Über Gaza warfen am Samstag israelische Flugzeuge tausende Flugblätter ab, in denen die Bevölkerung vor neuen Angriffen gewarnt wird.

Derweil traf der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier zum Auftakt seiner zweitägigen Nahost-Vermittlungsmission in Kairo mit dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak sowie mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammen.

Steinmeier verlangte einen konkreten "Arbeitsplan" für einen Waffenstillstand.

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(swissinfo.ch)


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