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HANNOVER/HAMBURG (awp international) - Die neuen Tablet-Computer setzten den jahrelang populären Mini-Notebooks zu. "Wir gehen davon aus, dass die Netbooks durch die Tablets substituiert werden", sagte Hans Wienand, ranghoher Manager von Samsung in Deutschland. Der Marktanteil werde weiter zurückgehen. Das Notebook werde allerdings seinen festen Platz in der PC-Landschaft behaupten können. Der Marktanteil der Netbooks, die den PC-Absatz eine Zeit lang neu beflügelt hatten, war nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Gartner in den vergangenen Quartalen bereits wieder rückläufig.
Samsung will voraussichtlich ab April sein neues Galaxy Tab mit einem 10,1 Zoll grossen AMOLED-Display auf den Markt bringen. Der Nachfolger des 7 Zoll grossen Galaxy, das seit Herbst verfügbar ist, wird mit Googles neuem Betriebssystem Android Honeycomb ausgeliefert, das auf grössere Bildschirme ausgerichtet sein soll.
Alle führenden Elektronikhersteller haben derzeit neue Tablets in der Pipeline, mit denen sie gegen Apples iPad antreten wollen. Am Mittwochabend hatte Apple-Chef Steve Jobs persönlich die Nachfolgeversion seines iPad in San Francisco vorgestellt, das mit einem neuen, deutlich schnelleren Prozessor ausgestattet ist. Nach Schätzungen von Forrester dürfte Apple damit aber bestens gegen die stark wachsende Konkurrenz gerüstet sein: Unter den insgesamt 24 Millionen erwarteten Stück-Verkäufen in den USA werden 20 Millionen iPads sein, so die Prognose.
Weltweit erwartet Stefan Engel, Geschäftsführer von Acer in Deutschland, einen Absatz von 50 bis 60 Millionen Geräten. "Es gibt derzeit einen grossen Drang zur Selbstinszenierung", sagte Engel auf der IT-Messe CeBIT in Hannover. Für diesen Trend eigne sich der Tablet-PC hervorragend. Acer wird ab dem kommenden Monat ebenfalls eine Reihe von Tablets auf den Markt bringen und setzt dabei auf die Betriebssysteme sowohl von Google aus auch auf Microsofts Windows 7.
Die Vielzahl der Anbieter im Tablet-Markt werde sich schon bald ähnlich wie bei den Netbooks konsolidieren, schätzt Engel. Die Hersteller hätten die Möglichkeit, sich vor allem mit Produktqualität und Design der Geräte zu etablieren. Ob sie damit an Apple vorbeikommen warden, bleibt abzuwarten./rg/DP/stk

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