Titel des Vizeweltmeisters im Tango-Tanz geht nach Zürich
Bei der Tango-Weltmeisterschaft in Buenos Aires haben sich Rodrigo Nicolás Palacios und Indira Hiayes im traditionellen Tanzsaal-Wettbewerb den zweiten Platz ertanzt. Palacios lebt mit seiner Familie in Zürich, seine Tanzpartnerin derzeit in Dubai.
(Keystone-SDA) Der erste Platz und damit der Titel als Tango-Weltmeister ging im vollbesetzten Teatro Gran Rex in Buenos Aires an die aus Griechenland stammende Naima Gerasopoulou und ihren Tanzpartner Lucas Gauto aus dem argentinischen Córdoba.
Dabei lagen am Finale des Mundial de Tango der erste und der zweite Platz nah beieinander: Palacios und Hiayes bekamen von der Jury 9,796 Punkte, das Siegerpaar 9,858 Punkte. Weltmeister und Vizeweltmeister liegen damit nur um 0,062 Punkte auseinander, wie Palacios Ehefrau Sonja Cuonz-Palacios am Donnerstag mitteilte.
Das Ehepaar Palacios lebt mit dem gemeinsamen Sohn seit 2019 in Zürich. Im Rahmen seiner professionellen Karriere als Tangotänzer arbeitet Rodrigo Nicolás in der Schweiz und international auch als Lehrer. Argentinien sei seine Heimat, die Schweiz sein Zuhause, lässt sich der frisch gekürte Tango-Vizeweltmeister in der Mitteilung zitieren.
Seine Tanzpartnerin Indira Hiayes stammt wie Palacios aus Argentinien und lebt derzeit in Dubai. Zusammen treten die beiden international als Tanzpaar auf.
800 Paare aus 47 Ländern
Die Tangoweltmeisterschaft findet in zwei Kategorien statt: neben dem Tanzsaal-Wettbewerb in der Kategorie in der choreographisch geprägten Disziplin Bühnentango. In dieser zweiten Kategorie tanzten die Argentinier Nair Schinca and Nicolas Schell zum Sieg. Auch der zweite Platz ging an Agentinier: Diego Ortega und Aldana Silveyra, die im Vorjahr in der Tanzsaal-Kategorie gewonnen hatten.
Der Bühnentango mit seinen glamourösen Kostümen und spektakulären Hebefiguren stellte den fulminanten Abschluss der Tango-WM dar. Bei seiner 24. Ausgabe verzeichnete der Wettbewerb mehr als 800 Paare aus 47 Ländern.
Der Tango entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts an den Ufern des Río de la Plata. Seine «Goldenen Ära» erlebte er in der Zeit von 1940 bis 1955. Seit der Jahrtausendwende erlebt der melancholische Tanz eine neue Blüte.