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Wasserpumpwerk Tierfed GL wegen zu hohem Chemikalienwert abgestellt

Keystone-SDA

Bei einer amtlichen Probenahme im Grundwasserpumpwerk Tierfed GL der Kraftwerke Linth-Limmern AG wurde ein zu hoher PFOA-Wert festgestellt. Das Partnerwerk der Axpo und des Kantons Glarus wurde auf amtliche Verfügung umgehend abgeschaltet.

(Keystone-SDA) Die Ausserbetriebnahme wurde bereits am 22. Juni veranlasst, wie der Kanton Glarus und die Axpo in einer Mitteilung vom Freitag schreiben. Noch am selben Tag sei die Massnahme umgesetzt worden. Die Trinkwasserversorgung bleibe aber weiterhin gewährleistet. Die Wasserversorgung sei auf die Trinkwasserversorgung Linthal umgestellt worden.

Bei der letzten amtlichen Probeentnahme im Werk Tierfed war ein PFOA-Wert von 1,3 Mikrogramm pro Liter gemessen worden. Der erlaubte Höchstwert für Trinkwasser wurde damit um 0,8 Mikrogramm überschritten. Bei der zuletzt erhobenen Probe im Februar 2026 hatte der PFOA-Wert hingegen gemäss Mitteilung noch unter dem festgelegten Höchstwert gelegen und das Trinkwasser war einwandfrei gewesen.

Suche nach Ursache läuft

In Abstimmung mit den zuständigen kantonalen Behörden werde aktuell ein Konzept zur Ursachenabklärung der festgestellten Höchstwertüberschreitung erarbeitet. «Parallel dazu wird ein Überwachungsprogramm für PFAS im Grundwasserpumpwerk Tierfed erstellt», schreiben die Axpo und der Kanton Glarus in der gemeinsamen Mitteilung. Die Bezügerinnen und Bezüger würden über die Ergebnisse der Abklärungen sowie über das weitere Vorgehen informiert, sobald weitere Erkenntnisse vorlägen.

PFOA (Perfluoroctansäure) gehört zur Gruppe der per‐ und polyfluorierten Alkylverbindungen (abgekürzt PFAS genannt). Diese Stoffe sind sehr beständig in der Umwelt und können sich über längere Zeit anreichern. Häufige Quellen von PFOA sind in der Vergangenheit ausgebrachte Klärschlämme, Löschwasser oder industrielle Emissionen. «Ein einmaliger Nachweis erhöhter Werte bedeutet nicht automatisch eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung, erfordert aber Abklärungen, wie die PFOA in die Umwelt gelangte», heisst es in der Mitteilung.

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