Schweizer Hilfe für die Opfer von «Stan»
Nach dem Verwüstungszug des Wirbelsturms "Stan" in Mittelamerika erhalten die betroffenen Gebiete auch Hilfe aus der Schweiz.
So entsendet die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) drei Experten in die Krisengebiete und leistet finanzielle Hilfe. Auch andere Schweizer Hilfswerke sind vor Ort.
Die Schweiz hat ein Nothilfepaket im Umfang von vorerst 300’000 Franken für die Opfer des Wirbelsturms «Stan» in Mittelamerika geschnürt. Die DEZA–Experten sollen abklären, welche weiteren Hilfsmassnahmen getroffen werden könnten.
Wie die DEZA am Freitag mitteilte, umfasst das Nothilfeprojekt der offiziellen Schweiz vorwiegend Hilfsmaterial für Unterkünfte in den am stärksten betroffenen Ländern El Salvador und Guatemala.
Zwei Schweizer Mitarbeiter vor Ort sowie ein dritter Experte aus der Schweiz, ein Geologe und Spezialist für die Prävention von Naturkatastrophen, sollen eine Lagebeurteilung in den Krisengebieten vornehmen und abklären, wo und woran es den Menschen am Dringendsten fehlt. Diese DEZA-Aktion erfolgt in Zusammenarbeit mit der Schweizer Botschaft vor Ort.
In Guatemala starben bisher über 130 Menschen und Zehntausende mussten evakuiert werden.
HEKS in Region Escuintla
Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen der Schweiz (HEKS) leistet gemäss eigenen Angaben Nothilfe für vorerst 100’000 Franken. Die Organisation konzentriert ihre Hilfe zunächst auf die stark betroffene Region Escuintla am Pazifik.
In 60 Dörfern verteilen lokale Partner-Organisationen Büchsennahrung, Trinkwasser, Wolldecken und Kleidung. Die Unterstützung kommt rund 18’000 Menschen zugute, deren Häuser aus Lehmziegeln grösstenteils zerstört wurden.
Nothilfemassnahmen sind laut HEKS auch in der Region Chiapas (Südmexiko) geplant. Abklärungen mit Partnern vor Ort seien im Gange. Angesichts der stark zerklüfteten Landschaft seien die Zerstörungen durch Überflutungen hier besonders gravierend.
SAH hilft in El Salvador
Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk (SAH) will seine am Donnerstag angekündigte Nothilfe auf El Salvador konzentrieren, das zusätzlich von einem Vulkanausbruch getroffen wurde.
Aufgrund der Unwetter starben in El Salvador bisher 65 Menschen, Hunderte werden noch vermisst. Rund 45’000 Menschen mussten evakuiert und in 330 behelfsmässigen Notunterkünften untergebracht werden.
Rund 7’500 Menschen sind zudem vor dem immer noch aktiven Vulkan auf der Flucht. Das SAH will vorerst 5000 Evakuierte mit der Lieferung von Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygieneartikeln, Matratzen und Medikamenten unterstützen.
swissinfo und Agenturen
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